Im dritten Quartal 2025 erzielte JCDecaux einen Umsatz von 926,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Organisch ging der Umsatz um 0,9 Prozent zurück – ein Ergebnis, das leicht über den Erwartungen des Unternehmens lag. Bereinigt um den Basiseffekt der sportlichen Großereignisse im Jahr 2024 – insbesondere der Olympischen Spiele und der Fußball-EM – liegt das zugrunde liegende organische Wachstum bei rund 3 Prozent.
Digitalgeschäft wächst weiter dynamisch
Besonders stark zeigte sich erneut das Digital Out-of-Home-Geschäft (DOOH), das ein organisches Wachstum von 7,6 Prozent verzeichnete. Der Anteil digitaler Werbung stieg auf 41,8 Prozent des Gesamtumsatzes. Auch das programmatische Werbegeschäft legte um 12,3 Prozent zu und macht inzwischen 10,8 Prozent des DOOH-Umsatzes aus.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Segmentbetrachtung: Transport wächst, Billboards schwächeln
Im Segment Transport konnte JCDecaux organisch um 1,7 Prozent zulegen, getrieben durch zweistellige Wachstumsraten in Nordamerika, Europa außerhalb Frankreichs und weiteren internationalen Märkten. In China hingegen sanken die Umsätze im mittleren einstelligen Bereich. Das Geschäft mit Billboards schrumpfte um 6,9 Prozent organisch – eine Folge der starken Vergleichsbasis im Vorjahr, insbesondere in Frankreich und Großbritannien.
Street Furniture unter Druck durch Basiseffekte
Der Bereich Street Furniture verzeichnete einen organischen Rückgang von 1,1 Prozent. Während Nordamerika und internationale Märkte zulegen konnten, belasteten in Frankreich der Wegfall von Sondererlösen im Zusammenhang mit der Installation öffentlicher Toiletten sowie die Effekte der Sportgroßveranstaltungen das Ergebnis. Werbeumsätze im Bereich Street Furniture blieben insgesamt stabil.
Verhaltener Ausblick auf das Schlussquartal
Für das vierte Quartal 2025 erwartet JCDecaux ein organisches Wachstum auf Vorjahresniveau. Die Werbeumsätze sollen leicht um etwa ein Prozent steigen. Allerdings dämpfen weiterhin die schwache Konjunktur, fehlende Sondereffekte und die anhaltend schwierige Lage in China die Erwartungen.


