Ströer hat in den ersten neun Monaten 2025 trotz schwieriger Marktbedingungen ein neues Rekordniveau beim Konzernumsatz erreicht. Mit 1,472 Milliarden Euro lag der Umsatz leicht über dem Vorjahreswert von 1,461 Milliarden Euro. Die Werbebranche litt unter den Auswirkungen von Handels- und Tarifkonflikten, dennoch konnte Ströer seine Marktposition weiter ausbauen. Das operative Ergebnis (EBITDA, bereinigt) belief sich auf 414 Millionen Euro, knapp unter dem Vorjahreswert.
OOH Media bleibt Wachstumstreiber
Das Kerngeschäft mit Außenwerbung (OOH Media) war laut Medienmitteilung erneut der zentrale Wachstumsmotor. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 691 Millionen Euro. Besonders die digitalen Formate legten deutlich zu: Digital Out-of-Home (DOOH) wuchs um rund 10 Prozent auf 267 Millionen Euro. Der programmatische Bereich (pDOOH) legte sogar um 13 Prozent zu. Damit stammt mittlerweile rund 40 Prozent des OOH-Umsatzes aus dem digitalen Segment. Auch das operative Ergebnis im OOH-Bereich verbesserte sich auf 318 Millionen Euro.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Marktanteil steigt auf über 10 Prozent
Der Anteil von Außenwerbung am deutschen Werbemarkt stieg weiter – von 9,4 Prozent im dritten Quartal 2024 auf 10,4 Prozent per Ende September 2025. Ströer konnte damit seine Position in einem rückläufigen Gesamtmarkt deutlich ausbauen. Während andere Medien wie Print und lineares Fernsehen unter Druck geraten, profitiert Ströer vom strukturellen Wandel im Mediennutzungsverhalten.
Statista treibt technologische Integration voran
Im Bereich DaaS & E-Commerce verzeichnete Statista Fortschritte bei der Anbindung seiner Systeme an externe Datenbanken großer internationaler Unternehmen. Mittels eigener Schnittstellen und Serverarchitektur wurden in den vergangenen Monaten mehrere erfolgreiche Integrationsprojekte umgesetzt. Die Rückmeldungen der Partner seien laut Unternehmen durchweg positiv. Für das kommende Jahr ist eine Ausweitung dieser Kooperationen geplant.
Heterogene Entwicklung im Digitalgeschäft
Das Segment Digital & Dialog Media erzielte in den ersten neun Monaten 2025 einen Umsatz von 622 Millionen Euro – leicht unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis sank von 105 auf 91 Millionen Euro. Im E-Commerce-Bereich blieb der Umsatz mit 261 Millionen Euro stabil. Während Statista moderat zulegen konnte, belastete das Marktumfeld insbesondere AsamBeauty.
Ausblick bleibt positiv
Co-CEO Christian Schmalzl zeigt sich trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen optimistisch: Die Kombination aus technologischer Innovationskraft und strategischer Widerstandsfähigkeit trage maßgeblich zum Erfolg bei. Für das vierte Quartal erwartet Ströer einen weiteren Anstieg der Geschäftsdynamik und bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Beschleunigung des Wachstums im Out-of-Home-Segment.


