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Rakuten mit operativer Wende: Erstes positives Ergebnis seit Jahren

Eingang des Rakuten Headquarters
Foto: Rakuten

Key takeaways

Rakuten erzielt erstmals seit Jahren ein positives operatives Ergebnis und steigert den Umsatz deutlich. Während das FinTech- und Internetgeschäft zulegen, bleibt das Mobilsegment verlustreich – jedoch mit sinkender Tendenz. Einmaleffekte verhindern einen Nettogewinn, dennoch zeigt der Konzern eine klare operative Stabilisierung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im dritten Quartalsbericht 2025 zeigt die Rakuten Group, um die es in Deutschland zuletzt ruhig geworden ist, eine klare operative Wende: Nach einem Verlust von 51 Milliarden Yen im Vorjahr verzeichnet der japanische Konzern ein leicht positives operatives Ergebnis von 1,3 Milliarden Yen – das erste seit mehreren Jahren. Der Umsatz legte um 10,5 % auf 1,79 Billionen Yen (rund 11,2 Mrd. Euro) zu.

Starke Segmente kompensieren Verluste

Besonders die FinTech-Sparte rund um Rakuten Card, Bank und Versicherungen legte deutlich zu: Der Umsatz stieg um knapp 17 %, das operative Ergebnis um 24 % auf 142 Milliarden Yen (ca. 889 Mio. Euro). Auch die Internetdienste entwickelten sich mit einem Umsatzplus von 8,3 % stabil. Das operative Ergebnis der Sparte stieg um knapp 9 % auf 51,5 Milliarden Yen.

Das mobile Geschäft bleibt zwar verlustreich, konnte die Verluste jedoch weiter eindämmen: Der operative Fehlbetrag lag bei 127 Milliarden Yen – rund 41 Milliarden Yen weniger als im Vorjahr. Der Umsatz der Mobilsparte wuchs um 13,5 % auf 341 Milliarden Yen.

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Bereinigte Kennzahlen zeigen klare Verbesserung

Auf Non-GAAP-Basis lag das operative Ergebnis mit 58,4 Milliarden Yen klar über dem Vorjahreswert von minus 24,9 Milliarden Yen. Besonders positiv wertet Rakuten die gestiegene EBITDA-Marge: Sie verbesserte sich um 42,5 % auf 301,8 Milliarden Yen (ca. 1,89 Mrd. Euro), ein Beleg für die gestiegene Cashflow-Stärke.

Verlust durch Einmaleffekte und Abschreibungen

Trotz operativer Gewinne schreibt Rakuten unter dem Strich weiter rote Zahlen: Der Nettoverlust lag bei 151 Milliarden Yen (ca. 943 Mio. Euro), leicht über dem Vorjahr. Grund dafür sind hohe Einmaleffekte und Abschreibungen, etwa durch den Rückzug aus Teilen des Online-Lebensmittelgeschäfts, steuerliche Nachforderungen sowie Kosten aus einem früheren Sicherheitsvorfall.

Stabilisierung und Wachstumskurs

Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigt Rakuten seine Prognose: Ziel ist ein zweistelliges Umsatzwachstum (ohne das schwankungsanfällige Wertpapiergeschäft) sowie ein operativer Gewinn auf bereinigter Basis. Künftig will das Unternehmen Synergien im Ökosystem besser nutzen und sich weiter als „AI Empowerment Company“ positionieren.

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