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Deutschland fehlen Rechenzentren – Bitkom fordert schnellen Ausbau

Symbolik zu IT Cloud Computing
Foto: Brian Penny / Pixabay

Key takeaways

Der Digitalverband Bitkom warnt vor einem wachsenden Rückstand beim Ausbau von Rechenzentren in Deutschland und legt einen Aktionsplan vor. Gefordert werden niedrigere Stromkosten, schnellere Genehmigungsverfahren, moderne Netze und ausgewiesene Flächen, um digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Während die Nachfrage nach Cloud-Diensten und KI-Anwendungen rapide wächst, hinkt Deutschland beim Ausbau seiner digitalen Infrastruktur hinterher. Die installierte IT-Leistung deutscher Rechenzentren beträgt derzeit lediglich 2,7 Gigawatt – weit abgeschlagen hinter den USA mit 48 Gigawatt und China mit 38 Gigawatt. Diese wachsende Kluft gefährdet laut Bitkom die digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit des Landes.

Der Digitalverband Bitkom reagiert nun mit einem umfassenden Aktionsplan, der konkrete Vorschläge für den schnellen und nachhaltigen Ausbau von Rechenzentren enthält. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst mahnt: „Ohne leistungsfähige Rechenzentren ist digitale Souveränität nicht möglich.“ Zwar habe die Bundesregierung bereits eine Rechenzentrumsstrategie angekündigt, es brauche jedoch eine übergreifende, nationale Strategie, um dauerhaft leistungsfähige Strukturen zu schaffen.

Hohe Energiekosten als Hemmnis

Zentrale Forderung des Aktionsplans ist die Entlastung von Rechenzentren und Telekommunikationsnetzen bei den Stromkosten. Denn laut Bitkom behindern die im EU-Vergleich hohen Energiepreise den Standort Deutschland erheblich. Parallel müssten Stromnetzanschlüsse gezielter und bedarfsgerechter vergeben werden, um Ausbauprojekte nicht zusätzlich zu verzögern.

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Schnellere Genehmigungen und pragmatischere Vorgaben

Ein weiteres Problem liegt in den langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren, die in Deutschland im Schnitt deutlich länger dauern als im europäischen Ausland – rund sechs Monate länger als gesetzlich vorgesehen. Bitkom fordert daher deren Digitalisierung und Vereinfachung. Auch der regulatorische Rahmen müsse angepasst werden. Besonders das deutsche Energieeffizienzgesetz mit seinen Sonderregelungen zur Energienutzung und Abwärmeeffizienz stehe einer Harmonisierung mit europäischen Vorgaben im Weg.

Durch steuerliche Anreize für die Abwärmenutzung sowie durch bessere kommunale Wärmeplanung und moderne Netzinfrastruktur könne zudem die nachhaltige Nutzung der entstehenden Energie verbessert werden.

Flächenbedarf als Zukunftsfrage

Nicht zuletzt fordert Bitkom die gezielte Ausweisung geeigneter Flächen für Rechenzentren. Diese sollten von Kommunen nicht als Belastung, sondern als wirtschaftliche Chance wahrgenommen werden. Die Integration in regionale Entwicklungspläne könne dazu beitragen, die Akzeptanz und Geschwindigkeit von Neubauprojekten zu erhöhen.

Wintergerst betont die gesellschaftliche Relevanz: „Rechenzentren sind das Rückgrat der Digitalisierung. Ohne sie kann weder die öffentliche Verwaltung noch die Privatwirtschaft funktionieren.“ Deutschland müsse jetzt in eine leistungsfähige IT-Infrastruktur investieren, um sich resilienter und souveräner aufzustellen.

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