Richemont ist mit einem soliden Wachstum ins neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal, das am 30. Juni 2025 endete, erzielte der Luxusgüterkonzern einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 6 Prozent zu konstanten Wechselkursen – und 3 Prozent nach aktuellen Kursen. In einem wirtschaftlich und geopolitisch volatilen Umfeld konnte sich das Unternehmen damit behaupten.
Juwelen bleiben Wachstumstreiber
Besonders die vier Schmuckmarken Cartier, Van Cleef & Arpels, Buccellati und Vhernier trugen zum positiven Ergebnis bei. Ihre Umsätze legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11 Prozent zu. Dabei wuchs das Geschäft in allen Regionen – mit Ausnahme Japans – sowohl mit Schmuck als auch mit Uhren. Die Nachfrage war insbesondere in Europa, den Amerikas sowie im Nahen Osten und Afrika stark.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Rückgänge in Japan und China belasten Uhren
Demgegenüber musste der Geschäftsbereich „Specialist Watchmakers“ einen Rückgang von 7 Prozent hinnehmen. Die Schwäche in den Märkten China, Hongkong und Macau sowie eine stark rückläufige touristische Nachfrage in Japan belasteten das Ergebnis. Auch der Bereich „Other“, in dem Mode- und Accessoire-Marken gebündelt sind, schrumpfte leicht um 1 Prozent – trotz guter Entwicklungen bei Peter Millar, Alaïa und Watchfinder & Co.
Europa, Amerika und Naher Osten überzeugen
Regional betrachtet zeigten sich vor allem Europa (+11 Prozent), die Amerikas (+17 Prozent) sowie der Nahe Osten und Afrika (+17 Prozent) in starker Verfassung. In Europa profitierte Richemont von einer soliden Nachfrage durch lokale Kunden und einem anhaltend positiven Tourismusgeschäft – insbesondere in Italien und Deutschland. In Japan hingegen wirkten sich ein starker Yen und ein Vorjahresvergleich mit außergewöhnlich hohem Wachstum negativ aus (-15 Prozent).
Stabile Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum
In der gesamten Region Asien-Pazifik blieb der Umsatz auf Vorjahresniveau. Während in China, Hongkong und Macau ein Rückgang von 7 Prozent verzeichnet wurde, lief das Geschäft in Südkorea und Australien sehr gut. Beide Länder verbuchten ein zweistelliges Wachstum.
Alle Vertriebskanäle im Plus
Über alle Vertriebskanäle hinweg zeigte sich eine gleichmäßige Entwicklung: Sowohl stationärer Einzelhandel als auch Onlinehandel und Großhandelsumsätze stiegen jeweils um 6 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Der Einzelhandel blieb mit einem Anteil von 69 Prozent am Gesamtumsatz der stärkste Kanal.
Finanziell solide aufgestellt
Richemont verfügt zum Ende des Quartals über eine robuste Netto-Cash-Position von 7,4 Milliarden Euro. Dies trotz der im April erfolgten Übertragung von 426 Millionen Euro im Zuge des Verkaufs von Yoox Net-a-Porter an Mytheresa.


