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Saks OFF 5th Digital: Online-Outlet-Ware wird jetzt liquidiert

Saks OFF 5th Schild an einer Hauswand
Foto: wolterke / depositphotos.com

Key takeaways

Saks OFF 5th Digital erhält grünes Licht vom US-Insolvenzgericht für die Liquidation seines Online-Warenbestands. Die Maßnahme betrifft nur das E-Commerce-Geschäft, während stationäre Filialen von Saks Global weiterarbeiten. Hintergrund ist die laufende Sanierung des Konzerns nach Chapter 11 infolge hoher Schulden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Online-Outlet-Sparte des Luxuswarenhändlers Saks Global Enterprises, bekannt als Saks OFF 5th Digital, darf ihren Warenbestand offiziell liquidieren. Ein US-Insolvenzgericht hat dem Antrag stattgegeben, einen externen Dienstleister zu beauftragen, der den kompletten Online-Bestand verkauft. Die stationären Filialen sind von der Maßnahme ausdrücklich nicht betroffen.

Wie Bloomberg berichtet, wird nach Angaben des Insolvenzrechtsanwalts die E-Commerce-Sparte eigenständig verwaltet. Die beauftragte Liquidationsfirma konzentriert sich ausschließlich auf den digitalen Lagerbestand. Damit schafft das Unternehmen einen geordneten Rückzug vom Online-Outlet-Geschäft, das offenbar nicht mehr in die künftige Strategie passt.

Abwicklung ohne Einfluss auf Filialen

Während die Online-Lager geleert werden, laufen die restlichen Restrukturierungsmaßnahmen bei Saks Global weiter. Die Insolvenz in Eigenverwaltung nach Chapter 11 wurde Mitte Januar 2026 eingeleitet – ein Schritt, der infolge der übermäßigen Schuldenlast notwendig wurde. Ein zentraler Grund: die hoch fremdfinanzierte Übernahme von Neiman Marcus Ende 2024, die sich als zu große Belastung für das Unternehmen erwies.

Zur Finanzierung des Insolvenzverfahrens hat Saks rund 1,75 Milliarden US-Dollar (etwa 1,6 Milliarden Euro) an sogenannter Debtor-in-Possession-Finanzierung erhalten. Davon stammen etwa 200 Millionen Dollar (185 Millionen Euro) vom Vermögensverwalter GoldenTree.

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Auswirkungen auf Lieferanten und Markt

Die Liquidierung der Online-Ware dürfte kurzfristig liquide Mittel freisetzen und die Lagerhaltungskosten senken. Gleichzeitig bleiben die stationären Geschäfte wie Saks Fifth Avenue und Bergdorf Goodman geöffnet – ihr Schicksal hängt vom weiteren Verlauf der Sanierungsbemühungen ab.

Lieferanten und Luxusmarken zählen zu den größten unbesicherten Gläubigern. Viele beobachten die Entwicklung genau, denn sie könnte auch Auswirkungen auf ihre Geschäftsbeziehungen mit dem Konzern haben. Saks bemüht sich nach eigenen Angaben, die Zusammenarbeit mit den Partnern aufrechtzuerhalten und laufende Verpflichtungen zu erfüllen.

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