Der deutsche Technologiekonzern SAP hat im zweiten Quartal 2026 seine Cloud-Dynamik weiter ausgebaut und zentrale Wachstumskennzahlen deutlich gesteigert. Besonders der Auftragsbestand im Cloudgeschäft legte spürbar zu und unterstreicht die strategische Ausrichtung auf skalierbare Softwarelösungen und KI-gestützte Anwendungen.
Cloud-Geschäft bleibt Wachstumstreiber
Der aktuelle Cloud-Auftragsbestand erreichte 22,9 Milliarden Euro und wuchs währungsbereinigt um 26 Prozent. Auch die Cloud-Umsätze entwickelten sich dynamisch mit einem Plus von 24 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Innerhalb dieses Segments zeigte insbesondere die ERP-Suite eine überdurchschnittliche Entwicklung, was die steigende Nachfrage nach integrierten Unternehmenslösungen widerspiegelt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Umsatz und Ergebnis solide gesteigert
Der Gesamtumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal um neun Prozent, währungsbereinigt um elf Prozent. Parallel dazu konnte SAP sowohl nach IFRS als auch auf Non-IFRS-Basis das operative Ergebnis steigern. Die Profitabilität entwickelte sich damit stabil, auch wenn Investitionen und externe Effekte das Wachstum teilweise dämpften.
KI und „Autonomous Enterprise“ im Fokus
Das Unternehmen treibt seine Transformation hin zu einem sogenannten autonomen Unternehmen weiter voran. Dabei spielen KI-gestützte Anwendungen eine zentrale Rolle, insbesondere in Kombination mit geschäftskritischen Daten und Prozessen. Die Nachfrage nach entsprechenden Lösungen zeigt laut Management eine anhaltend hohe Dynamik.
Investitionen und Zukäufe beeinflussen Ausblick
Für das Gesamtjahr hat SAP seine Prognose für den operativen Gewinn leicht angepasst. Hintergrund sind unter anderem Zukäufe, die kurzfristig belastend wirken, langfristig jedoch das Portfolio stärken sollen. Gleichzeitig bleibt die Erwartung für das Cloudwachstum unverändert hoch.
Stabilität trotz unsicherem Umfeld
Trotz eines volatilen makroökonomischen Umfelds konnte SAP seine operative Entwicklung stabil halten. Neben dem Wachstum im Cloudbereich trug auch ein steigender freier Cashflow zur positiven Gesamtbilanz bei. Das Unternehmen sieht sich damit gut positioniert, um seine strategischen Ziele weiter umzusetzen.






