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Berichte: Shein verschiebt Börsendebüt in Hongkong auf September

Büro und Headquarter von Shein
Foto: Shein

Key takeaways

Verzögerte Investorenorders verschieben den Börsengang von Shein in Hongkong offenbar auf Anfang September. Gleichzeitig muss der Online-Modehändler seine Bewertungsziele zurücknehmen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Shein verschiebt Medienberichten nach seinen geplanten Börsengang in Hongkong um mehrere Tage. Nach Informationen aus dem Umfeld der Transaktion soll das Debüt nun am 1. September stattfinden, nachdem sich die Aufnahme von Investorenaufträgen verzögert hat. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen daran, ausreichend Ankerinvestoren für die Emission zu gewinnen.

Verzögerter Zeitplan verändert IPO-Ablauf

Ursprünglich wollte Shein den Börsengang noch im August abschließen. Nun soll laut einem Bericht der South China Morning Post die Zeichnungsphase erst am 24. August beginnen, wodurch sich auch die Erstnotiz auf Anfang September verschiebt. Nach Angaben mit dem Vorgang vertrauter Personen laufen die Gespräche über Umfang, Bewertung und endgültigen Zeitplan weiterhin, sodass sich einzelne Eckdaten noch ändern können.

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Bewertung fällt deutlich niedriger aus als noch vor wenigen Jahren

Während Shein zunächst eine Bewertung von mindestens 30 Milliarden US-Dollar angestrebt hatte, soll die maximale Unternehmensbewertung nun diese Marke nicht überschreiten. Investoren hatten sich nach Angaben aus dem Markt zurückhaltend gezeigt. Damit liegt der angestrebte Börsenwert weiterhin deutlich unter der Spitzenbewertung von nahezu 100 Milliarden US-Dollar, die das Unternehmen im Jahr 2022 erreicht hatte.

Bestehende Investoren sollen IPO unterstützen

Für den Börsengang plant Shein mehrere Ankerinvestoren einzuwerben. Ein Großteil der entsprechenden Beteiligungen soll allerdings von bereits bestehenden Anteilseignern übernommen werden. Zudem prüfen die beteiligten Investmentbanken, eigene Fonds als Ankerinvestoren einzusetzen, um die Platzierung zusätzlich zu stützen und das Vertrauen weiterer Investoren zu stärken.

Schwächere Geschäftsentwicklung belastet das Unternehmen

Hinter der vorsichtigeren Bewertung stehen unter anderem eine nachlassende Wachstumsdynamik und sinkende Erträge. Nach einem Umsatz von mehr als 40 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr und einem Nettogewinn von über zwei Milliarden US-Dollar rutschte Shein im ersten Quartal 2026 mit 99 Millionen US-Dollar in die Verlustzone. Als Belastungsfaktoren nennt das Unternehmen unter anderem den Wegfall der US-Zollbefreiung für Kleinsendungen sowie geplante Änderungen der Einfuhrregelungen in der Europäischen Union.

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