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Smartwatches in Isolation: DLR, Adesso und Samsung testen Vitaldaten ohne Cloud

DLR Simulierter Astronaut in Isolation
Foto: DLR

Key takeaways

DLR, adesso und Samsung haben in einer Isolationsstudie getestet, wie Smartwatches Vitaldaten ohne Smartphone oder Cloud erfassen. Die Ergebnisse zeigen: Gesundheitsüberwachung ist auch lokal möglich – sicher, nutzerfreundlich und vielseitig einsetzbar, etwa in Raumfahrt, Forschung oder Telemedizin.

Lesezeit ca. 2 Minuten

In einer gemeinsamen Pilotstudie haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der IT-Dienstleister adesso und Samsung Deutschland untersucht, wie sich Vitaldaten isolierter Personen zuverlässig erfassen und auswerten lassen – ohne Cloud-Anbindung oder Smartphone. Die Ergebnisse der sogenannten SOLIS8-Studie eröffnen neue Möglichkeiten für Raumfahrt, Telemedizin und Pflege.

Smartwatch-Test in kompletter Isolation

Sechs Probanden verbrachten im Rahmen der vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin durchgeführten Studie acht Tage in Isolation innerhalb der Forschungsanlage :envihab. Ziel war es, unter realitätsnahen Bedingungen zu prüfen, ob handelsübliche Smartwatches zur kontinuierlichen Gesundheitsüberwachung geeignet sind – ohne Rückgriff auf externe Geräte wie Smartphones oder Tablets. Die Testbedingungen simulierten eine Weltraummission mit räumlicher Enge, Zeitdruck und eingeschränktem Kontakt zur Außenwelt.

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Technische Umsetzung ohne Cloud

Die eingesetzten Samsung Galaxy Watch Ultra waren direkt mit einem lokalen WLAN verbunden, wodurch eine Cloud-Anbindung nicht erforderlich war. adesso entwickelte ein System zur sicheren, lokal verschlüsselten Datenerfassung und -analyse. Erfasst wurden unter anderem Herzfrequenz und Schrittanzahl, die ohne Umweg über das Internet verarbeitet werden konnten. Damit wurde gezeigt, dass eine sichere Gesundheitsüberwachung auch unter extremen Bedingungen technisch machbar ist.

Datenschutz trifft Nutzerfreundlichkeit

Das Konzept überzeugte nicht nur technisch, sondern auch durch hohe Nutzerakzeptanz. Dank einfacher Bedienung und gezielter Schulung konnten die Teilnehmenden die Smartwatches eigenständig verwenden. Besonders für zukünftige Einsätze in Raumfahrt, Forschungseinrichtungen oder abgelegenen Gegenden ergeben sich daraus neue Perspektiven. Christian Kahlo, Chief Security Architect bei adesso, betont in der Pressemitteilung: „Wir konnten zeigen, dass moderne Wearables lokal und sicher Daten erfassen können – ganz ohne Cloud.“

Anwendungsfelder über die Raumfahrt hinaus

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung der DLR-Biobase, einer geplanten Forschungseinrichtung zur Überwachung von Vitalparametern bei Langzeitmissionen. Langfristig könnten vergleichbare Systeme auch in der Telemedizin oder Altenpflege zum Einsatz kommen – insbesondere in Regionen mit eingeschränkter Infrastruktur. Die Kombination aus intuitiver Handhabung, Sicherheit und wissenschaftlicher Validierbarkeit macht Smartwatches zu einem potenziellen Baustein zukünftiger Gesundheitsüberwachungssysteme.

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