Produktinszenierungen, Anwendungstipps oder Kundenstimmen – die Inhalte, die Handelsunternehmen in sozialen Medien veröffentlichen, sind zwar vielfältig, doch vielen fällt es schwer, ihre Kanäle konsequent zu bespielen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie gelingt es 46 Prozent der befragten Händler nicht, regelmäßig zu posten.
Regelmäßigkeit und Content-Produktion bleiben Hürden
Die kontinuierliche Erstellung interessanter Inhalte (34 Prozent) und das Community Management (23 Prozent) gelten ebenfalls als Stolpersteine. Obwohl Plattformen wie Instagram oder TikTok vielseitige Formate bieten, fehlt es vielen Unternehmen an Kapazitäten und Konzepten für die Umsetzung.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Fake-Profile und negative Kommentare sorgen für Frust
35 Prozent der befragten Händler nennen verfälschte Metriken durch Fake-Profile als ernstzunehmendes Problem. Noch schwerer wiegt für 41 Prozent der Umgang mit negativen Kommentaren. Laut Bitkom-Expertin Nastassja Hofmann verunsichert die ständige Interaktion, die Social Media erfordert, viele Unternehmen – insbesondere da einzelne Nutzer große Reichweite entfalten können.
Reichweite, Engagement und Weiterleitungen bleiben hinter Erwartungen
38 Prozent der Unternehmen haben Schwierigkeiten beim Aufbau ihrer Follower-Zahlen. Auch die Interaktionsraten (27 Prozent) und die Quote an Weiterleitungen in den Onlineshop (19 Prozent) lassen aus Händlersicht zu wünschen übrig. Ohne Sichtbarkeit kein Erfolg – doch genau diese ist schwer planbar.
Interne Defizite verstärken die Probleme
Ein Viertel der Handelsunternehmen klagt über fehlende Social Media-Kompetenz im Team (25 Prozent), und 18 Prozent fehlt es an einer klaren Strategie. Diese internen Schwächen wirken sich spürbar auf die Performance in sozialen Medien aus und erschweren nachhaltige Präsenz.
Bezahlte Werbung als unverzichtbares Mittel
Obwohl 46 Prozent der Händler den Aufwand nicht im Verhältnis zum Ertrag sehen, ist der Stellenwert bezahlter Social Ads hoch: Für 42 Prozent sind bezahlte Kampagnen auf Facebook, Instagram oder TikTok bereits unverzichtbar. Hofmann zieht ein klares Fazit: Wer im Netz wahrgenommen werden will, muss präsent sein – auch wenn der Aufwand hoch ist.



