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Studie: Nur acht Prozent der Unternehmen planen wirklich integriert

Daten visualisiert in einer Hand eines Mannes
Foto: Tung Nguyen / Pixabay

Key takeaways

Eine neue Studie zeigt eine große Lücke zwischen Anspruch und Realität in der Unternehmensplanung. Während 95 Prozent Planung als entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit sehen, verfügen nur acht Prozent über eine vollständig integrierte End-to-End-Planung. Viele Unternehmen arbeiten weiterhin mit fragmentierten Prozessen und IT-Systemen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Unternehmen erkennen die strategische Bedeutung von Planung zunehmend – doch bei der praktischen Umsetzung bestehen weiterhin große Defizite. Das zeigt eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Demnach halten 95 Prozent der befragten Organisationen Planung für entscheidend für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig verfügen jedoch nur acht Prozent über eine vollständig integrierte End-to-End-Planung über alle Unternehmensfunktionen hinweg.

Planung bleibt häufig in organisatorischen Silos

Trotz ihrer wachsenden strategischen Rolle ist Planung in vielen Unternehmen weiterhin fragmentiert organisiert. Rund 70 Prozent der befragten Organisationen arbeiten laut Studie mit informellen Abstimmungsprozessen oder voneinander getrennten Planungsabläufen zwischen Abteilungen.

Dadurch entstehen mangelnde Transparenz, geringere Reaktionsfähigkeit und eine eingeschränkte Qualität von Managemententscheidungen. Vertrieb, Operations und Finanzplanung werden häufig unabhängig voneinander gesteuert, anstatt in ein gemeinsames Planungsframework integriert zu sein.

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Fragmentierte IT-Landschaften bremsen Fortschritte

Neben organisatorischen Strukturen spielen auch technologische Faktoren eine zentrale Rolle. Nur 14 Prozent der Unternehmen verfügen über eine weitgehend integrierte Tool-Landschaft für ihre Planung.

Fast die Hälfte der Organisationen ist weiterhin stark von Tabellenkalkulationen oder manuellen Lösungen abhängig. Diese fragmentierten IT-Strukturen führen häufig zu Dateninkonsistenzen, zusätzlichem manuellen Aufwand und begrenzter Skalierbarkeit – insbesondere in dynamischen Marktumfeldern.

Best Practices werden noch zu selten genutzt

Obwohl moderne Planungsmethoden wie Rolling Forecasts oder Szenarioplanung seit Jahren etabliert sind, werden sie laut Studie bislang nur begrenzt eingesetzt. Weniger als ein Drittel der Unternehmen nutzt Rolling Forecasts regelmäßig.

Zudem integrieren mehr als die Hälfte der Unternehmen operative und finanzielle Planung nicht miteinander. Entsprechend sehen 56 Prozent der Befragten erheblichen Verbesserungsbedarf bei ihren Planungsprozessen, während nur acht Prozent vollständig zufrieden mit ihrem aktuellen Planungsansatz sind.

Investitionen in moderne Planungssysteme steigen

Trotz der bestehenden Defizite zeigt die Studie eine wachsende Investitionsbereitschaft. Zwei Drittel der Unternehmen planen innerhalb der nächsten fünf Jahre Investitionen in neue oder verbesserte Planungslösungen.

Besonders groß ist das Interesse an KI-gestützten Forecasting-Technologien, Advanced Analytics und cloudbasierten Planungssystemen. Diese Technologien sollen Unternehmen helfen, Planungsprozesse stärker zu integrieren und Entscheidungen schneller sowie datenbasierter zu treffen.

Planung wird zum strategischen Wettbewerbsfaktor

Angesichts zunehmender Marktvolatilität, geopolitischer Unsicherheiten und gestörter Lieferketten entwickelt sich Planung immer stärker zu einem zentralen Steuerungsinstrument für Unternehmen.

Experten betonen, dass Organisationen ihre Planungsmodelle künftig stärker funktionsübergreifend integrieren müssen. Nur so lassen sich Resilienz, Anpassungsfähigkeit und langfristige Wertschöpfung in unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sichern.

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