Nur einen Tag nach dem überregionalen Vorstoß für 7 Prozent mehr Lohn ist die Tarifrunde 2026 im Groß- und Außenhandel ohne Ergebnis gestartet. In den ersten Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft nicht annähern – die Gespräche wurden vertagt.
Schwieriger Auftakt ohne Annäherung
Nach mehreren Stunden Verhandlung blieb eine Einigung aus. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche gelten als angespannt, und die Positionen der Tarifparteien liegen weit auseinander. Die Arbeitgeberseite verweist auf fehlendes Wachstum und zunehmenden wirtschaftlichen Druck.
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Branche unter wirtschaftlichem Druck
Der Groß- und Außenhandel leidet seit Jahren unter einer schwachen Konjunktur, wie der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) in einem Statement zu den Verhandlungen konstatiert. Sinkende Auftragseingänge, geringe Investitionen und eine gedämpfte Nachfrage belasten die Umsätze. Gleichzeitig steigen Kosten für Energie, Finanzierung und Regulierung, während der Wettbewerb durch internationale Anbieter zunimmt.
Konflikt um Lohnforderungen
Die Gewerkschaft ver.di fordert eine deutliche Erhöhung der Entgelte, während die Arbeitgeber dies angesichts der wirtschaftlichen Lage als nicht tragfähig bewerten. Aus ihrer Sicht könnten steigende Personalkosten Investitionen bremsen und Arbeitsplätze gefährden. Auf Arbeitnehmerseite stehen dagegen Reallohnverluste und steigende Lebenshaltungskosten im Fokus.
Regionale Verhandlungen mit Signalwirkung
Die Tarifgespräche werden traditionell auf regionaler Ebene geführt, haben jedoch Bedeutung für die gesamte Branche. Die nächsten Verhandlungsrunden sind bereits terminiert und dürften richtungsweisend für weitere Abschlüsse sein.
Suche nach Kompromisslösung
Beide Seiten betonen ihre grundsätzliche Bereitschaft zu einer Einigung. Ziel bleibt ein Abschluss, der sowohl die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt als auch die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmen sichert. Ob dieser Ausgleich gelingt, hängt maßgeblich von der weiteren konjunkturellen Entwicklung und der Verhandlungsbereitschaft ab.


