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Temu weist EU-Vorwürfe zurück und betont Kooperation im Verfahren

Temu Logo auf einem Smartphone
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Temu weist Vorwürfe der EU-Kommission zurück und betont, seine EU-Aktivitäten eigenständig zu finanzieren. Gleichzeitig läuft ein Verfahren wegen möglicher Behinderung einer Inspektion, bei dem dem Unternehmen bei Bestätigung empfindliche Strafen drohen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Online-Marktplatz Temu weist die Vorwürfe der Europäischen Kommission entschieden zurück und betont seine Kooperationsbereitschaft im laufenden Verfahren. Das Unternehmen erklärt, seine Aktivitäten in der Europäischen Union vollständig aus eigenen operativen Einnahmen zu finanzieren und keine ausländischen Subventionen zu benötigen, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Temu betont Eigenfinanzierung und Transparenz

Nach eigenen Angaben generiert Temu ausreichend Mittel aus dem laufenden Geschäft, um seine Expansion und Aktivitäten im europäischen Markt zu tragen. Das Unternehmen sieht daher keinen Zusammenhang zwischen seinem Wachstum und möglichen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen aus dem Ausland.

Zugleich unterstreicht Temu, weiterhin eng mit den europäischen Behörden zusammenarbeiten und sämtliche rechtlichen Verpflichtungen erfüllen zu wollen. Die Kommunikation deutet darauf hin, dass das Unternehmen bemüht ist, regulatorische Risiken frühzeitig zu begrenzen.

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EU wirft mangelnde Kooperation vor

Hintergrund der Stellungnahme ist eine sogenannte „Statement of Grounds“, die die Europäische Kommission im Rahmen eines laufenden Verfahrens übermittelt hat. Darin legt die Behörde ihre vorläufige Einschätzung dar, wonach Temu eine Inspektion möglicherweise behindert haben könnte.

Ausgangspunkt war eine unangekündigte Prüfung im Dezember 2025 bei der irischen Temu-Betreibergesellschaft WhaleCo. Nach Ansicht der Kommission wurden mehrere Informationsanforderungen nicht vollständig erfüllt.

Unvollständige Angaben im Fokus

Konkret bemängelt die Kommission fehlende oder unzureichende Angaben zur Organisation der Geschäftstätigkeit in der EU, zu eingesetzten IT-Systemen sowie zu internen Dokumenten und Geschäftsunterlagen.

Diese Informationslücken hätten die Auswertung relevanter Daten erschwert und damit den Fortgang der Untersuchung beeinträchtigt.

Teil eines größeren Subventionsverfahrens

Die Inspektion ist Teil eines umfassenderen Verfahrens, in dem geprüft wird, ob Temu von ausländischen Subventionen profitiert, die den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren könnten.

Das aktuelle Verfahren bezieht sich jedoch ausschließlich auf das Verhalten während der Inspektion. Die inhaltliche Bewertung möglicher Subventionen erfolgt parallel in einem separaten Prozess.

Mögliche Sanktionen bei Verstößen

Sollte sich der Verdacht der mangelnden Kooperation bestätigen, drohen dem Unternehmen empfindliche Konsequenzen. Die EU kann Geldbußen von bis zu einem Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen sowie zusätzliche Zwangsgelder anordnen.

Der Fall zeigt exemplarisch, wie intensiv die Europäische Union ihre Kontrollinstrumente gegenüber internationalen Plattformunternehmen einsetzt. Gleichzeitig verdeutlicht die Reaktion von Temu, dass betroffene Unternehmen zunehmend bemüht sind, ihre Position aktiv zu kommunizieren und regulatorische Risiken zu adressieren.

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