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Temu nimmt Türkei-Lieferungen nach Zollreform wieder auf

Abbildung des Temu-Logos auf einem Smartphone
Foto: Rarrarorro / Adobe Stock

Key takeaways

Temu hat nach der Abschaffung der Zollfreigrenze den Versand in die Türkei wieder aufgenommen und dafür seine Importstruktur umgestellt. WhaleCo übernimmt nun die Zollabwicklung, während Kunden Steuern beim Checkout zahlen. Ein Mindestbestellwert von 580 Lira gilt ebenfalls.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Temu hat den Versand in die Türkei wieder aufgenommen und dafür sein Geschäftsmodell an die veränderten Zollregularien angepasst. Hintergrund ist die Abschaffung der vereinfachten Einfuhrabwicklung für niedrigpreisige Waren, die das grenzüberschreitende Geschäft chinesischer Plattformen über Jahre begünstigt hatte.

Umstellung auf firmengesteuerte Einfuhren

Für den Neustart nutzt Temu laut Türkiye Today eine lokal strukturierte Einheit namens WhaleCo, die sämtliche Import- und Zollformalitäten übernimmt. Käufer zahlen die fälligen Steuern nun direkt beim Checkout, während WhaleCo als offizieller Importeur auftritt und die Ware unter kommerziellem Status ins Land bringt. Damit entfällt die bislang übliche individuelle Zollanmeldung durch Verbraucher. Die Pakete werden nach erfolgter Abfertigung wie gewohnt an die hinterlegte Adresse geliefert.

Gleichzeitig hat Temu einen Mindestbestellwert eingeführt: Warenkörbe unter 580 Lira (rund 13 Euro) werden nicht mehr verarbeitet. Medienberichten zufolge steht das Sortiment zum Neustart nur eingeschränkt zur Verfügung, soll jedoch mit der Stabilisierung der neuen Importprozesse erweitert werden.

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Auswirkungen der abgeschafften Zollfreigrenze

Die Anpassungen folgen auf das Ende der vereinfachten Einfuhrregel für Waren unter 30 Euro. Die Regierung begründet den Schritt mit Produkt- und Verbraucherschutz sowie Forderungen lokaler Industrieverbände, die unfaire Vorteile für Massenimporteure sahen. Tests hatten unter anderem Sicherheitsmängel und schadstoffbelastete Artikel aufgedeckt.

Mit Inkrafttreten der neuen Vorgaben am 6. Februar 2026 hatte Temu den Versand aus ausländischen Lagern zunächst vollständig pausiert. Nach anschließender Überprüfung durch die Wettbewerbsbehörde deaktivierte die Plattform internationale Angebote und zeigte Nutzern vorübergehend nur Waren von inländischen Händlern, die innerhalb der Türkei selbst versenden.

Nun läuft die Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen an — ein Prozess, der darüber entscheiden dürfte, wie wettbewerbsfähig Temu im türkischen Markt künftig bleibt.

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