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Marktplätze dominieren Europas Cross-Border-Onlinehandel

iPhone mit den Apps Temu, Shein und Amazon
Foto: Shutterstock

Key takeaways

Der Cross-Border-Handel in Europa boomt: Laut neuem CBCommerce-Report erzielten Marktplätze 2024/2025 rund 247,5 Mrd. Euro Umsatz. Amazon, Temu & Co. dominieren den Markt. Drei Geschäftsmodelle prägen die Landschaft – mit starken regionalen Unterschieden und strategischen Chancen für Händler im europäischen E-Commerce.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die europäische E-Commerce-Landschaft ist im Umbruch: Immer stärker dominieren Marktplätze den grenzüberschreitenden Onlinehandel. Laut der aktuellen Ausgabe des Reports „TOP 100 Cross-Border Marketplaces Europe“ von Cross-Border Commerce Europe (CBCommerce) beläuft sich das grenzüberschreitende Onlinehandelsvolumen in Europa 2024/2025 auf beeindruckende 358,7 Milliarden Euro. Davon entfallen rund 247,5 Milliarden Euro – das sind 70 % – auf Online-Marktplätze.

Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle, die Plattformen wie Amazon, eBay oder Zalando mittlerweile im digitalen Handel einnehmen. Der Report, der mit Unterstützung von FedEx Express und Poste Italiane entstand, zeigt, wie sehr Marktplätze zu Betriebssystemen des globalen Handels geworden sind – mit Einfluss auf Logistik, Preisgestaltung, Marketing und Regulierung.

Top 100 Marktplätze mit Milliardenumsätzen

Die 100 relevantesten Marktplätze Europas erzielten gemeinsam einen Umsatz von 216,82 Milliarden Euro – ein Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Zwar bleibt der Anteil am gesamten E-Commerce-Bruttowarenvolumen (GMV) voraussichtlich bis 2026 stabil, doch die Zahl der grenzüberschreitenden Nutzer wächst weiter: Für 2026 wird ein Besucheranteil von 98,2 % aus dem Ausland erwartet. Das zeigt das enorme Potenzial der internationalen Ausrichtung.

Angeführt wird das Ranking von bekannten Plattformen wie Amazon, Temu, eBay, AliExpress, Etsy, Vinted, OLX, Zalando, Decathlon und Shein. Bewertet wurden die Marktplätze anhand mehrerer Faktoren: grenzüberschreitender Onlineumsatz in 28 europäischen Ländern, SEO-Leistung, Länderabdeckung und Besucheranteile aus dem Ausland. Sekundäre Kriterien wie Geschäftsmodelle, Markenstrategien, Einsatz von KI und Kundenservices flossen ebenfalls in das Ranking ein. Besonders im Fokus stehen hybride B2C-Marktplätze mit hohem Drittanbieteranteil und internationaler Wachstumsstrategie.

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Drei dominante Geschäftsmodelle

Der europäische Marktplatzmarkt teilt sich grob in drei Modelle:

  • Generalisten wie Amazon oder Allegro bieten ein breites Sortiment, hohe Skalierbarkeit und Effizienz – jedoch bei starker Konkurrenz und Margendruck.
  • Vertikale Marktplätze wie Zalando oder Farfetch sind spezialisiert auf bestimmte Produktkategorien. Sie punkten mit kuratierten Angeboten und besseren Konversionsraten, sind jedoch selektiver und weniger flexibel.
  • C2C-Plattformen wie Vinted oder eBay stehen für Community-getriebenen Handel und geringe Eintrittsbarrieren. Sie sind wichtige Pfeiler der Kreislaufwirtschaft, stoßen aber bei Skalierung und Markenführung an Grenzen.

Regionale Unterschiede beeinflussen die Marktposition

Die regionale Dynamik zeigt sich in unterschiedlichen Erfolgsfaktoren: In Deutschland dominieren Amazon und Otto, stehen aber unter Druck durch vertikale Herausforderer. Frankreich zeigt eine starke C2C-Nutzung und Affinität zu Fashion-Plattformen. Der britische Markt kombiniert Generalisten mit spezialisierten Nischenangeboten. Zentral- und Osteuropa erlebt ein rasantes Wachstum bei Generalisten, lässt aber Spielraum für vertikale Newcomer.

Für Händler und Marken bedeutet dies: Die Wahl des richtigen Plattformmodells ist ein strategischer Hebel für Sichtbarkeit, Markenaufbau und Wachstum im europäischen Onlinehandel. Erfolgreiche Unternehmen kombinieren deshalb häufig verschiedene Marktplatzmodelle, um Skaleneffekte mit Markenkontrolle und Kundennähe zu verbinden.

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