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BEITRAG

UK-Einzelhandel – Über 10.000 Geschäfte in 2023 geschlossen

Großbritannien-Flagge auf einer Corona-Maske als Symbol vieler Geschäftschließungen in UK
Foto: Gerd Altmann / Pixabay

2023 war für den Einzelhandelssektor in Großbritannien ein weiteres Jahr der Herausforderungen und Veränderungen. Nachdem der UK-Retail seit Corona ohnehin sehr angeschlagen ist, gingen 2023 laut Daten des Centre for Retail Research erneut 120.000 Arbeitsplätze verloren, während mehr als 10.000 Geschäfte schließen mussten. Zu den besonders prominenten Namen, die betroffen waren, zählt Wilko, das rund 400 Filialen schloss und damit etwa 12.000 Arbeitsplätze abbauen musste.

Dieser massive Arbeitsplatzabbau wird jedoch größtenteils auf Unternehmensrestrukturierungen und Kostensenkungsmaßnahmen zurückgeführt. Von den insgesamt 119.405 verlorenen Jobs waren über 82.000 auf Rationalisierungsmaßnahmen zurückzuführen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass unter den Geschäftschließungen – ähnlich wie in Deutschland – vor allem kleine und sehr kleine Ladengeschäfte mit wenig Mitarbeitern sind.

Der Einzelhandelssektor im Vereinigten Königreich sieht sich auch 2024 weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehören steigende Betriebskosten, eine bevorstehende Erhöhung der Steuern und eine fast 10%ige Erhöhung des nationalen Mindestlohns. Einige Einzelhändler wie Sainsbury’s und Aldi haben jedoch bereits proaktiv beträchtliche Lohnerhöhungen für ihre am niedrigsten bezahlten Mitarbeiter angekündigt.

In 2023 waren 14% aller Insolvenzen in Großbritannien aus dem Retail-Sektor. Retail-Experten warnen vor weiteren Insolvenzen im Jahr 2024, da die Verbraucher weiterhin sparen und die Kreditkosten für Unternehmen steigen.

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