Der Valentinstag am 14. Februar bleibt ein wichtiger Umsatztreiber für den deutschen Einzelhandel. Laut Handelsverband Deutschland (HDE) rechnen Händler in diesem Jahr mit zusätzlichen Verkäufen in Höhe von rund 1,18 Milliarden Euro. Zwar liegt der erwartete Umsatz unter dem Niveau des Vorjahres, doch bleibt der Tag der Verliebten ein bedeutender Anlass für Konsumausgaben.
Rückläufige Kaufabsicht wegen Karneval
Im Vergleich zum Vorjahr 2025, als noch 1,3 Milliarden Euro umgesetzt wurden, sind die Prognosen für 2026 rückläufig. Der Grund liegt vor allem im Kalender: Der Valentinstag fällt diesmal auf den Karnevalssamstag – für viele ein konkurrierender Anlass. Laut einer Umfrage des IFH Köln im Auftrag des HDE geben etwa acht Prozent der Befragten an, den Valentinstag wegen Karneval nicht zu feiern. Jeder zwölfte Konsument plant daher Ausgaben für Karneval statt für romantische Geschenke.
Insgesamt wollen 20 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher rund um den Valentinstag einkaufen – das sind fast acht Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Diese Entwicklung dürfte sich spürbar auf die Umsätze auswirken, auch wenn die absolute Summe weiterhin die Milliardenmarke überschreitet.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Blumen, Gutscheine und Kosmetik gefragt
Trotz der leichten Zurückhaltung bleibt das Interesse an klassischen Valentinsgeschenken hoch. Besonders gefragt sind Blumen und Pflanzen, gefolgt von Lebensmitteln, Geschenkgutscheinen, Dekorationsartikeln, Kosmetik sowie Uhren und Schmuck. 59 Prozent der Kaufwilligen geben an, genauso viel wie im Vorjahr ausgeben zu wollen. Rund 22 Prozent planen geringere Ausgaben, während 19 Prozent mehr investieren möchten.
Die Umfrage zur Konsumstimmung rund um den Valentinstag basiert auf den Antworten von 500 Personen und wurde bevölkerungsrepräsentativ vom IFH Köln durchgeführt. Der HDE sieht trotz des leichten Rückgangs weiterhin ein großes Potenzial im anlassbezogenen Handel zum Valentinstag.


