The Platform Group AG (TPG), die zuletzt erneut starken Umsatzzuwachs gemeldet hatte, at erstmals ihren langfristigen Entwicklungsplan „Vision 2030“ vorgestellt. Der Plan sieht ein ambitioniertes Wachstum auf über 3 Milliarden Euro Umsatz sowie eine Steigerung der Marge auf einen zweistelligen Wert vor. Zudem will das Unternehmen die Zahl seiner Plattform-Partner auf 40.000 mehr als verdoppeln.
Skalierung als Wachstumsbasis
Die Grundlage für das Wachstum bildet die Skalierung des Partnernetzwerks. Zwischen 2023 und 2025 stieg die Anzahl angebundener Partner von 5.000 auf 15.900. Bis 2030 soll diese Zahl auf über 40.000 ausgebaut werden. Parallel soll sich das Produktangebot auf den Plattformen um mehr als 200 Prozent erhöhen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Synergieeffekte durch Branchenerweiterung
TPG war 2022 in 12 Branchen aktiv, Ende 2025 sind es bereits 28. Bis 2030 sollen es mehr als 50 Branchen sein, die mit der firmeneigenen Plattformsoftware TPG ONE adressiert werden. Neben dem B2C-Geschäft will das Unternehmen den Anteil an B2B-Kunden massiv erhöhen. Auch ein Markteintritt in den USA ist geplant – mit einem risikoarmen Konzept ab 2026.
Kontinuität bei M&A-Aktivitäten
Seit 2020 hat TPG über 35 Unternehmen übernommen. Die Integration erfolgt über zentrale Teams, wodurch die Profitabilität der akquirierten Firmen im Schnitt um 42 Prozent gesteigert werden konnte. Bis 2030 soll diese Akquisitionsstrategie mit 3–8 Zukäufen pro Jahr fortgesetzt werden.
Fokus auf Margensteigerung
2023 moch lag die Konzernmarge bei 5 Prozent, im dritten Quartal 2025 bereits bei 8 Prozent. Um bis 2030 einen zweistelligen Wert zu erreichen, sollen mehrere Maßnahmen umgesetzt werden: eine Erhöhung des durchschnittlichen Warenkorbwerts, selektiverer Einsatz von Rabatten und höhere Provisionen für Partner. Zudem soll der Anteil kostenloser Lieferungen sinken.
Portfolioanpassung und KI-Offensive
TPG hält derzeit 45 Mehrheitsbeteiligungen, von denen einige nur geringe Beiträge zum Umsatz liefern. Drei kleinere Beteiligungen mit einem Umsatzanteil unter 0,2 Prozent sollen verkauft werden. Parallel verfolgt das Unternehmen eine konsequente „AI first“-Strategie: Über 60 Prozent der internen Prozesse sollen bis 2030 durch KI automatisiert oder optimiert werden.
Solide Finanzstrategie
TPG will seinen operativen Cashflow deutlich steigern. Die Verschuldung soll weiter reduziert werden – von 2,7x EBITDA (2023) auf unter 1,8x bis 2030. Eine mögliche Kapitalmaßnahme wird derzeit geprüft, um weiteres Wachstum und Akquisitionen zu unterstützen.


