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Walmart wächst mit E-Commerce – Umsatz legt im dritten Quartal zu

Mehrere Walmart Pakete auf einem Fliessband
Foto: Walmart

Key takeaways

Walmart steigert im dritten Quartal Umsatz und E-Commerce deutlich, senkt aber aufgrund von Sonderbelastungen das operative Ergebnis leicht. Besonders stark zeigte sich das Onlinegeschäft mit 27 Prozent Wachstum. Der Konzern hebt seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an und kündigt einen Führungswechsel an.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Walmart hat im dritten Quartal solide Ergebnisse erzielt – insbesondere getrieben durch ein starkes Wachstum im E-Commerce. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent auf rund 179,5 Milliarden US-Dollar (ca. 167 Mrd. Euro), in konstanten Wechselkursen ergibt sich ein Plus von 6 Prozent. Die Umsätze im Onlinegeschäft legten global um beeindruckende 27 Prozent zu. In allen Segmenten lag das E-Commerce-Wachstum bei über 20 Prozent.

Operatives Ergebnis durch Sonderfaktor belastet

Das operative Ergebnis verringerte sich leicht um 0,2 Prozent auf knapp 6,7 Milliarden US-Dollar (ca. 6,2 Mrd. Euro). Bereinigt um Sondereffekte, insbesondere eine nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung bei der indischen Tochter PhonePe im Vorfeld eines möglichen IPOs, ergibt sich ein bereinigter Anstieg von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei 0,62 US-Dollar (ca. 0,58 Euro), während das ausgewiesene EPS 0,77 US-Dollar (ca. 0,71 Euro) erreichte.

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US-Markt mit stabiler Dynamik

Im Heimatmarkt USA erhöhte sich der Umsatz um 5,1 Prozent auf 120,7 Milliarden US-Dollar (ca. 112 Mrd. Euro). Die flächenbereinigten Umsätze stiegen um 4,5 Prozent. Besonders stark entwickelte sich der Onlinehandel mit einem Wachstum von 28 Prozent, was vor allem durch schnellere Lieferung aus Filialen und den Ausbau der Werbeplattform Walmart Connect getragen wurde. Letztere legte im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent zu. Die operative Marge profitierte von besserem Lagermanagement und effizienteren digitalen Strukturen.

Internationales Geschäft: Wachstumsraten und Belastungen

Auch im internationalen Geschäft konnte Walmart ein Umsatzwachstum von 11,4 Prozent (wechselkursbereinigt) erzielen, insbesondere dank der Entwicklung in China, bei Flipkart in Indien sowie in Mexiko. Die Onlineumsätze wuchsen um 26 Prozent, die digitalen Erlöse machten einen zunehmenden Anteil am Gesamtgeschäft aus. Der operative Gewinn ging jedoch um 41,7 Prozent auf 0,7 Milliarden US-Dollar zurück – maßgeblich beeinflusst durch die erwähnte Belastung bei PhonePe. Bereinigt ergibt sich ein Plus von 16,9 Prozent im operativen Ergebnis.

Sam’s Club bleibt stabil

Das Clubmodell Sam’s Club in den USA verzeichnete ein moderates Wachstum: Die Umsätze stiegen um 3,1 Prozent auf 23,6 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis legte um 5,8 Prozent zu. E-Commerce war auch hier ein Treiber mit 22 Prozent Zuwachs. Die Mitgliederzahlen und deren Treue blieben stabil.

Ausblick: Prognose für Gesamtjahr angehoben

Angesichts der positiven Entwicklung hebt Walmart seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 4,8 bis 5,1 Prozent sowie einem Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses um 4,8 bis 5,5 Prozent – beides in konstanten Wechselkursen. Das bereinigte EPS soll zwischen 2,58 und 2,63 US-Dollar liegen, leicht belastet durch Wechselkurseffekte.

Einschätzung des CEO

Walmart-CEO Doug McMillon betonte in seinem Statement die gute Marktposition des Unternehmens, insbesondere durch Fortschritte in der Logistik, im Inventarmanagement und in der Marktanteilsgewinnung. McMillon kündigte zudem seinen Rückzug an und lobte seinen Nachfolger John Furner als „fantastischen Leader mit bewährtem Track Record“.

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