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Nur leichtes Sendungsplus zur Weihnachtszeit – Paketbranche unter Druck

Pakete auf einem Wagen eines Paketzustellers
Foto: Alexander Fox / Pixabay

Key takeaways

Die Paketbranche erwartet im Weihnachtsgeschäft 2025 nur ein leichtes Sendungsplus von bis zu 2 Prozent. Vor allem der Online-Handel stabilisiert das Volumen. Gleichzeitig steigen die Kosten erheblich, während der B2B-Bereich weiter schwächelt. Der BPEX warnt vor zunehmendem Druck auf die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Branche.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz operativer Stabilität sieht sich die Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) zum Jahresende 2025 erneut erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Der Bundesverband Paket- und Expresslogistik (BPEX) prognostiziert für das Weihnachtsgeschäft lediglich einen geringen Anstieg der Sendungsmengen um 1 bis 2 Prozent – de facto eine Stagnation. Rund 750 Millionen Sendungen sollen in den Monaten November und Dezember abgewickelt werden, wobei die täglichen Spitzenwerte bei bis zu 21 Millionen Sendungen liegen.

Online-Handel bleibt wichtigste Stütze

Den größten Beitrag zum erwarteten Volumenanstieg leistet der Online-Handel. Mit voraussichtlich 450 Millionen B2C-Sendungen in der Vorweihnachtszeit ergibt sich ein leichtes Plus von knapp 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der B2B-Bereich hingegen verliert weiter an Dynamik: Rückläufige Investitionen, geopolitische Unsicherheiten und Strukturveränderungen in der Industrie führen zu sinkenden Sendungszahlen im geschäftlichen Segment.

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Kostendruck überlagert Mengenwachstum

Auch wenn die Paketdienste mit bis zu 20.000 zusätzlichen Arbeitskräften und 17.000 Fahrzeugen auf das Spitzengeschäft vorbereitet sind, reichen diese Maßnahmen nicht aus, um die wirtschaftlichen Belastungen auszugleichen. Die Kostenentwicklung bleibt kritisch: Hohe Energiepreise, steigende Löhne und die weiterhin hohe Inflation verschärfen den Margendruck.

Marktumfeld bleibt angespannt

Die Branche leidet unter einer Mischung aus wirtschaftlicher Stagnation, komplexeren Lieferketten, politischen Unsicherheiten und verschärfter Regulierung. Diese Gemengelage verhindert eine nachhaltige Erholung des KEP-Marktes. Laut Marten Bosselmann, Vorsitzender des BPEX, steht die Zukunftsfähigkeit der Branche auf dem Spiel. Er fordert Entlastungen, um Investitionen und Innovationskraft zu sichern.

Entwicklung im ersten Halbjahr 2025

Bereits in der ersten Jahreshälfte 2025 konnte der KEP-Markt nur ein moderates Wachstum verzeichnen. Mit 2,03 Milliarden Sendungen wurde ein Anstieg von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt. Der private Konsum stützte den Markt mit einem Zuwachs im B2C-Segment von 2,6 Prozent. Dagegen setzte sich der Rückgang bei B2B-Sendungen (–1,2 Prozent) und im Kurier- und Expressbereich fort.

Verhaltener Jahresausblick

Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der BPEX mit einem Gesamtvolumen von etwa 4,37 Milliarden Sendungen – das entspricht einem leichten Plus von rund 2 Prozent. Eine detaillierte Auswertung der Marktdaten soll im Frühjahr oder Sommer 2026 veröffentlicht werden.

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