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Viele Verbraucher zahlen mehr für fair gehandelte Produkte

Recycling-Logo auf einem iPhone
Foto: Ready Made / Pexels

Key takeaways

Faire Produktion und nachhaltiger Konsum gehören für viele Verbraucher zusammen. Laut YouGov achten immer mehr Menschen auf Fair-Trade-Produkte und sind bereit, dafür höhere Preise zu bezahlen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Fair gehandelte Produkte spielen für viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland weiterhin eine wichtige Rolle. Das zeigen aktuelle Daten von YouGov zum World Fair Trade Day. Demnach achtet rund ein Viertel der Deutschen beim Einkauf gezielt auf Fair-Trade-Siegel und nachhaltige Produktionsbedingungen.

Fair Trade bleibt für viele relevant

Nach Angaben von YouGov berücksichtigen 26 Prozent der Verbraucher Fair-Trade-Label oder entsprechende Zertifizierungen beim Einkauf im Einzelhandel. Besonders häufig achten Millennials sowie ältere Generationen auf fair gehandelte Produkte.

Die Zielgruppe ist zudem häufiger weiblich, politisch interessiert und überdurchschnittlich gut ausgebildet. Auffällig ist laut Studie außerdem, dass das Einkommen kaum Einfluss auf das Interesse an Fair Trade hat. Die Orientierung an fair gehandelten Produkten scheint daher vor allem von persönlichen Überzeugungen geprägt zu sein.

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Viele Haushalte akzeptieren höhere Preise

Mehr als zwei von fünf deutschen Haushalten geben an, für fair gehandelte Produkte auch höhere Preise in Kauf zu nehmen. Unter Millennials und der Generation Z liegt die Bereitschaft dazu sogar noch etwas höher.

Fair gehandelte Lebensmittel gehören weiterhin zu den wichtigsten Produktgruppen. Besonders Kaffee, Kakao und Bananen stehen im Fokus vieler Initiativen und Verbraucher.

Dabei zeigen die Daten unterschiedliche Konsumgewohnheiten zwischen den Generationen. Während ältere Verbraucher häufiger fair gehandelten Kaffee kaufen, greifen jüngere Zielgruppen öfter zu fair gehandelten Bananen.

Nachhaltigkeit und Fair Trade hängen eng zusammen

Für viele Verbraucher ist Fair Trade eng mit nachhaltigem Konsum verbunden. Zwei Drittel der befragten Haushalte sehen die faire Behandlung von Produzenten in den Ursprungsländern als wichtigen Bestandteil von Nachhaltigkeit.

Entsprechend achten Käufer fair gehandelter Produkte insgesamt stärker auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte. Mehr als 80 Prozent dieser Zielgruppe geben an, dass ökologische Kriterien ihre Kaufentscheidungen beeinflussen.

Auch nachhaltige Marken und ethische Standards spielen bei der Auswahl von Kleidung oder Lebensmitteln eine deutlich größere Rolle als in der Gesamtbevölkerung.

Bewusstsein für nachhaltigen Konsum wächst

Die Ergebnisse zeigen nach Einschätzung von YouGov, dass soziale und ökologische Aspekte beim Konsum zunehmend miteinander verknüpft werden. Fair-Trade-Zertifizierungen gelten dabei für viele Verbraucher als Orientierungshilfe für nachhaltigere Kaufentscheidungen.

Gleichzeitig deutet die Studie darauf hin, dass fairer Handel inzwischen nicht mehr ausschließlich ein Nischenthema ist. Besonders im Lebensmittelhandel haben sich fair gehandelte Produkte in mehreren Kategorien fest etabliert.

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