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Bundesbank: Bargeld und Girocard bleiben günstigste Zahlungsmittel

Mann mit Geld bei einem Einkauf an der Kasse
Foto: Pexels

Key takeaways

Eine neue Studie der Bundesbank zeigt: Für den Einzelhandel sind Barzahlungen und Girocard-Transaktionen am kostengünstigsten. Vor allem kleine Händler kämpfen mit hohen Gebühren bei digitalen Zahlungsmitteln. Mehr Wettbewerb im Zahlungsmarkt könnte langfristig zu einer Entlastung führen – etwa durch Wero oder den digitalen Euro.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Barzahlungen und Girocard-Transaktionen sind für den Einzelhandel nach wie vor die günstigsten Zahlungsarten. Das zeigt eine aktuelle Studie der Deutschen Bundesbank, die unter dem Titel „Kosten von Zahlungsmitteln im Einzelhandel“ veröffentlicht wurde. Die Untersuchung beruht auf rund 13.000 Zeitmessungen an 15 Verkaufsstellen sowie einer Befragung von 268 Einzelhändlern unterschiedlicher Größen und Branchen.

Am günstigsten sind Barzahlungen mit durchschnittlich 43 Cent je Transaktion. Wird der Kostenaufwand ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt, liegt die Girocard vorn: Sie verursacht im Schnitt Kosten von knapp einem Prozent des Umsatzes. Teurer wird es für Händler bei Zahlungen mit internationalen Debit- und Kreditkarten wie Visa und Mastercard – hier schlagen insbesondere höhere Gebühren zu Buche.

Nicht-monetäre Faktoren wie der zeitliche Aufwand an der Kasse und in der Verwaltung flossen ebenfalls in die Berechnungen ein. Laut Burkhard Balz, Vorstandsmitglied der Bundesbank, sei der Bezahlvorgang für Verbraucher zwar meist kostenlos, verursache dem Handel aber durchaus spürbare Kosten. Nur wenn diese transparent seien, könne ein effizienter Zahlungsverkehr gefördert werden.

Kleine Händler benachteiligt

Die Analyse zeigt deutlich: Kleine Einzelhändler zahlen im Schnitt mehr als große Unternehmen. Diese verfügen über bessere Verhandlungspositionen gegenüber Zahlungsdienstleistern, wodurch sich ihre Kosten pro Transaktion oder bezogen auf den Umsatz reduzieren. Zudem können große Händler Fixkosten auf ein höheres Transaktionsvolumen verteilen, was die Kostenstruktur weiter verbessert.

Besonders gravierend sind die Unterschiede bei digitalen Zahlungen. Während größere Handelsunternehmen die Akzeptanz von Girocard und internationalen Karten zunehmend ausweiten, schrecken kleinere Anbieter weiterhin vor den Investitions- und laufenden Transaktionskosten zurück.

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Wettbewerb könnte Gebühren senken

Fast alle Händler akzeptieren Bargeld, doch bei der Annahme digitaler Zahlungsmittel zeigen sich Unterschiede je nach Betriebsgröße. Um die Kostenstrukturen im Handel zu entlasten, spricht sich die Bundesbank für mehr Wettbewerb im Zahlungsverkehr aus – etwa durch neue europäische Bezahlsysteme wie Wero oder langfristig durch den digitalen Euro.

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