In der T-Mobile Arena von Las Vegas erleben Fans der Golden Knights nicht nur Eishockey auf höchstem Niveau – sie stoßen auch mit der Zukunft an. Denn dort mixt „ADAM“, ein automatisierter Barkeeper-Roboter von Richtech Robotics, Cocktails für die Zuschauer. Entwickelt wurde das System mithilfe der NVIDIA Isaac Softwarebibliotheken und soll mehr sein als nur ein Showeffekt: ADAM begegnet ganz realen Herausforderungen der Gastronomie.
Vom virtuellen Tresen in die Arena
ADAM steht für „Automated Dual Arm Mixologist“ und wurde gezielt für den Einsatz in belebten Hospitality-Umgebungen entwickelt. Der Roboter ist mit zwei Armen ausgestattet, arbeitet autonom und soll langfristig Personalengpässe ausgleichen sowie ein einzigartiges Kundenerlebnis bieten. „Die Reaktionen in der T-Mobile Arena sind durchweg positiv – die Leute lieben es, mit ADAM zu interagieren“, erklärt Matt Casella, Präsident von Richtech Robotics.
Bevor der erste Drink über den Tresen ging, absolvierte ADAM ein umfangreiches Training im virtuellen Raum. In einer realitätsnahen Simulation, erstellt mit NVIDIA Isaac Sim auf Basis von NVIDIA Omniverse, lernte der Roboter das Handling von Gläsern, Werkzeugen und verschiedenen Lichtverhältnissen. Die Entwickler erzeugten dabei synthetische Daten, um die Objekterkennung auch bei schwierigen Bedingungen wie Spiegelungen zu verbessern.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Präzision in Echtzeit dank KI
Die Bewegungen wie Schütteln, Einschenken oder Umrühren wurden mit Isaac Lab, einem Open-Source-Framework von NVIDIA, trainiert und optimiert. Die physische Umsetzung übernimmt laut NVIDIA eine Jetson AGX Orin Plattform, die am sogenannten Edge operiert – also lokal und in Echtzeit. ADAM erkennt mit Hilfe von Kameras und Sensoren die Umgebung, analysiert sie blitzschnell und reagiert in unter 40 Millisekunden. Selbst wenn ein Glas verrutscht oder die Schaumbildung ungleichmäßig ist, kann ADAM unmittelbar reagieren und den Ausschank anpassen.
Neue Anwendungen im industriellen Umfeld
Während ADAM in der Arena für Begeisterung sorgt, geht Richtech Robotics bereits den nächsten Schritt. Mit „Dex“ stellte das Unternehmen kürzlich einen mobilen humanoiden Roboter für industrielle Aufgaben vor – unter anderem zum Sortieren, Verpacken oder Bedienen von Maschinen. Auch Dex wurde mit Hilfe von Isaac Sim trainiert, um Aufgaben in wechselnden Umgebungen bewältigen zu können.
Angetrieben wird Dex von Jetson Thor, einer leistungsstarken neuen KI-Plattform für den Industrieeinsatz. Die Kombination aus Sensorverarbeitung, Echtzeit-Kalkulation und Robotik macht Dex zu einem flexiblen Helfer in Fabriken und Logistikzentren.
Mit ADAM und Dex zeigt Richtech Robotics eindrucksvoll, wie Robotik und KI nicht nur futuristische Ideen bleiben, sondern bereits heute reale Prozesse verbessern – sei es an der Bar oder in der Produktion.


