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Agenten im Einkaufswagen: Wie KI das Shopping verändert

Artificial Intelligence
Foto: Amrulqays Maarof / Pixabay

Key takeaways

Eine neue globale Studie zeigt: 73 % der Verbraucher nutzen bereits KI beim Online-Shopping. Während Kunden von Bequemlichkeit profitieren, sehen sich Händler mit neuen Risiken durch Betrug, Rückbuchungen und unklarer Haftung konfrontiert. Die Studie nennt konkrete Strategien, wie Händler diesen Herausforderungen begegnen können.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Immer mehr Verbraucher setzen beim Online-Einkauf auf Künstliche Intelligenz – mit weitreichenden Folgen für Händler. Laut einer globalen Studie von Riskified nutzen bereits 73 % der Kunden KI in irgendeiner Form im Rahmen ihres Einkaufsprozesses. Besonders populär sind KI-gestützte Assistenten wie ChatGPT, die Inspirationen liefern (45 %), Bewertungen zusammenfassen (37 %) oder Preise vergleichen (32 %). Zwar geben nur 13 % an, eine Kaufentscheidung direkt über eine KI-Empfehlung abgeschlossen zu haben, doch 70 % zeigen sich offen dafür, dass eine KI Einkäufe stellvertretend übernimmt.

Diese Entwicklung markiert den Beginn einer neuen Phase im E-Commerce: dem agentischen Handel. Vor allem in der bevorstehenden Geschenkesaison dürfte diese Technologie eine wichtige Rolle spielen. Mehr als die Hälfte der Befragten plant, KI-Tools beim Geschenkekauf einzusetzen – ein Hinweis darauf, dass die erste wirklich KI-gestützte Weihnachtssaison bevorsteht.

Unklare Haftungsfragen und neue Betrugsgefahren

Für Händler bringt die zunehmende Automatisierung nicht nur Vorteile. Die Studie warnt vor wachsenden Risiken durch unklare Verantwortlichkeiten bei Rückbuchungen, Fehlern und Betrug. Wird ein Kauf von einer KI ausgelöst, ohne dass der Kunde direkt mit dem Onlineshop interagiert hat, stellt sich die Frage: Wer trägt die Verantwortung, wenn ein Problem auftritt? „Diese Unsicherheit schafft neue Risiken für alle Beteiligten“, so Jeff Otto, Chief Marketing Officer bei Riskified.

Besonders problematisch ist laut Riskified die Tatsache, dass KI-gestützte Betrügerlobby bereits versuche, Schwachstellen im System auszunutzen – etwa bei der Identitätsprüfung oder in der Zahlungsabwicklung. Das Ergebnis können vermehrte Rückbuchungen und Betrugsfälle sein, deren Kosten letztlich beim Händler bleiben.

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Verbraucher sorgen sich um Sicherheit – aber nutzen KI trotzdem

Trotz Bedenken in Bezug auf Datenschutz (26 %), Zahlungssicherheit (32 %) und Kontrollverlust (17 %) greifen Verbraucher zunehmend auf KI-gestützte Einkaufshelfer zurück. Nur noch ein Viertel bevorzugt den klassischen Onlineeinkauf ohne KI-Unterstützung. Das Vertrauen in KI rückt dabei immer näher an traditionelle Kanäle wie den stationären Handel heran: 36 % vertrauen bereits auf KI-Empfehlungen – beinahe so viele wie den Empfehlungen von Verkäuferinnen und Verkäufern im Geschäft (38 %).

Was Händler jetzt tun müssen

Um den Herausforderungen des agentischen Handels zu begegnen, empfiehlt Riskified drei zentrale Strategien für Händler und ihre Betrugsabwehrteams:

  • Aufklärung im Management: Betrugsteams sollten ihre Expertise nutzen, um Führungskräfte über die Risiken und Chancen von KI im Handel aufzuklären.
  • Daten-Transparenz fordern: Händler benötigen Zugang zu Nutzerdaten wie IP-Adressen, Geräteinformationen und Verhaltensmustern, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
  • Intelligente Partnerschaften eingehen: In einem Umfeld mit eingeschränktem Datenzugang wird die Zusammenarbeit mit vernetzten Betrugspräventionsplattformen wie Riskified essenziell.

„Betrugsteams sind prädestiniert, sichere Rahmenbedingungen für agentischen Handel zu schaffen“, so Otto. „Sie ermöglichen es, neue Technologien zu nutzen, ohne zum Einfallstor für Missbrauch zu werden.“

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