Mit dem Ausbau seiner Mikromobilitätsstrategie setzt Amazon in Berlin verstärkt auf elektrische Lastenräder. Ein neuer Standort soll die emissionsfreie Zustellung in der Hauptstadt deutlich ausweiten und die urbane Logistik nachhaltig verändern.
Drittes Mikromobilitätszentrum eröffnet
Ende April 2026 nahm Amazon sein drittes Mikromobilitätszentrum in Berlin in Betrieb. Der Standort im Innovationscampus MotionLab in Alt-Treptow dient als innerstädtischer Umschlagplatz für Pakete. Von hier aus erfolgt die Zustellung zunehmend per E-Lastenrad statt mit klassischen Lieferfahrzeugen. Ziel laut Amazon ist es, jährlich mehr als zwei Millionen Sendungen auf diese Weise zuzustellen.
Amazon unaufhaltsam
Ausbau der emissionsfreien Zustellung
Die Mikromobilitätszentren sind Teil einer umfassenden Elektrifizierungsstrategie. Pakete werden gebündelt an die innerstädtischen Hubs geliefert und dort auf kleinere, elektrische Fahrzeuge verteilt. Neben Cargo-Bikes kommen auch E-Mopeds zum Einsatz. Deutschlandweit betreibt Amazon bereits mehrere solcher Standorte, europaweit wächst das Netzwerk kontinuierlich.
Berlin als Testfeld für neue Logistiklösungen
Die Hauptstadt gilt als idealer Standort für innovative Lieferkonzepte. Hohe Bevölkerungsdichte, zunehmender Verkehr und politische Vorgaben zur Emissionsreduktion beschleunigen die Entwicklung neuer Modelle. Amazon nutzt Berlin gezielt, um alternative Zustellmethoden unter realen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln.
Effizienz und Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil
Elektrische Lastenräder bieten insbesondere in dicht besiedelten Stadtgebieten Vorteile. Sie reduzieren Emissionen und Lärm und umgehen typische Verkehrsprobleme wie Staus oder Parkplatzmangel. Gleichzeitig sinken die Zustellkosten pro Paket. Angesichts steigender Anforderungen an schnelle und nachhaltige Lieferungen gewinnt dieser Ansatz zunehmend an strategischer Bedeutung.


