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Pay-per-Visit: Amazon startet US-Telemedizin-Service „One Medical“

Amazon One Medical Videoberatung
Foto: Amazon

Key takeaways

Amazon positioniert sich im Markt der Gesundheitsanbieter und bringt mit "One Medical" einen virtuellen Gesundheitsservice für Kinder auf den US-Markt. Der Pay-per-Visit-Dienst bietet Konsultationen ab 29 Dollar – ohne Versicherung oder Mitgliedschaft. Behandelt werden häufige Kinderkrankheiten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon trotzt der stagnierenden Entwicklung im US-Gesundheitsmarkt und startet mit One Medical einen virtuellen Bezahl-Service für Kinder zwischen zwei und elf Jahren. Während Wettbewerber wie Walgreens ihre Ambitionen im Bereich der Gesundheitsversorgung zurückfahren, setzt Amazon weiter auf Wachstum – und nimmt mit einem Pay-per-Visit-Modell gezielt Familien ohne Versicherung ins Visier.

Medizinische Versorgung auf Abruf – ohne Mitgliedschaft

Eltern oder Erziehungsberechtigte können über die Plattform schnell auf zertifizierte Allgemeinmediziner oder Pflegekräfte zugreifen. Behandelt werden dabei häufige Beschwerden wie Bindehautentzündung, Hautausschläge, Kopflausbefall oder chronische Leiden wie Asthma. Der Clou: Die Konsultationen sind nicht an eine Versicherung oder Prime-Mitgliedschaft gebunden. Nachrichtenbasierte Arztkontakte beginnen bei 29 US-Dollar, Videochats kosten 49 US-Dollar. Rezepte können bei Bedarf direkt über Amazon Pharmacy oder eine Apotheke nach Wahl eingelöst werden.

Laut Amazon-Managerin Bergen Elsa bietet das neue Modell eine flexible und zeitsparende Alternative zum klassischen Besuch in der Notfallambulanz. Zielgruppe seien insbesondere Familien mit sporadischem medizinischen Bedarf und begrenztem Zugang zu schneller medizinischer Beratung.

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Ergänzung statt Ersatz der Kinderarztpraxis

Das neue Angebot soll laut Amazon nicht die bestehende Arzt-Patienten-Beziehung ersetzen, sondern als Ergänzung für akute Fälle dienen. Eltern können dazu auf der Amazon-Website ein Kinderprofil anlegen, einen kurzen Anamnesebogen ausfüllen und dann einen Besuchstyp wählen. Im Anschluss erfolgt ein Gespräch mit einem Facharzt und – falls notwendig – die Erstellung eines Therapieplans.

Zusätzlich zum Einzelbesuch bietet Amazon weiterhin klassische Mitgliedschaftsmodelle über One Medical an, inklusive stationärer Behandlungen und einer 24/7-Videoberatung. Diese werden über Versicherungen abgerechnet, während der neue Pay-per-Visit-Service für Gelegenheitsnutzer gedacht ist.

Mit dem Schritt stärkt Amazon seine Position im digitalen Gesundheitswesen. Das Unternehmen verfolgt mit unter anderem einem Medikamenten-Abgabeservice und digitalen Rezeptautomaten in Arztpraxen bereits länger eine integrierte Strategie aus digitaler Konsultation, Medikamentenlogistik und stationären Gesundheitsdiensten – alles aus einer Hand.

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