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Kassen-Trends 2026: Handel investiert in KI und Self-Checkout

REWE Scan and Go Zebra Scanner
Foto: ElenMarlen / depositphotos.com

Key takeaways

Die EHI-Studie „Checkout-Trends 2026“ zeigt, wie Händler ihre Kassensysteme modernisieren. KI, Self-Service und mobile Kassen stehen im Fokus, während Hardware und Software zunehmend erneuerungsbedürftig sind.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Checkout im Einzelhandel wandelt sich rasant – weg vom klassischen Kassenterminal hin zu einer vernetzten Technologieplattform. Händler investieren gezielt in moderne Lösungen, um effizienter zu arbeiten und den steigenden Erwartungen der Kunden gerecht zu werden. Die neue EHI-Studie „Checkout-Trends 2026“ zeigt, welche Technologien die Branche prägen werden.

Fokus auf KI, Self-Service und mobile Kassen

Die Zahl der stationären Kassensysteme schrumpft weiter. Derzeit sind 904.300 Kassen in 473.700 Betrieben im Einsatz, weniger als im Vorjahr. Grund dafür sind vor allem Filialschließungen, ausgelöst durch wirtschaftliche Belastungen und den wachsenden Onlinehandel. Self-Checkout-Systeme können diesen Trend zwar ergänzen, aber nicht aufhalten.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Kassenprozess. Für 60 Prozent der befragten Händler steht der Einsatz von KI an erster Stelle, um Abläufe zu optimieren und Wartezeiten zu reduzieren. Self-Service-Lösungen folgen mit 56 Prozent, gefolgt von mobilen Geräten mit Kassenfunktion, die von 48 Prozent priorisiert werden. Sie ermöglichen es, den Checkout in den Verkaufsraum zu verlagern und Kunden flexibler zu bedienen.

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Modernisierungsdruck auf Hardware und Software

Der Zustand der eingesetzten Kassentechnologien zeigt deutlichen Erneuerungsbedarf. Die Kassenhardware ist im Durchschnitt 5,9 Jahre alt und damit älter als im Vorjahr. Händler agieren aufgrund hoher Energiekosten und schwacher Konsumstimmung zurückhaltend und ersetzen häufig nur einzelne Komponenten wie Scanner, Drucker oder Displays. Ein vollständiger Systemtausch ist lediglich für 22 Prozent eine Option. Dennoch planen 88 Prozent in den kommenden zwei Jahren Veränderungen an ihrer Hardware.

Auch die Kassensoftware rückt in den Fokus. Sie ist durchschnittlich 6,9 Jahre alt und damit reif für Updates oder Ablösung. Rund die Hälfte der Händler plant einen Wechsel. Besonders gefragt sind individuelle Softwarelösungen, die sich passgenau in bestehende Systemlandschaften integrieren lassen. Sie bieten Flexibilität bei der Einführung neuer Funktionen, etwa kontaktloses Bezahlen oder Loyalty-Programme.

Perspektive: Vom Kassensystem zur intelligenten Plattform

„Der Checkout entwickelt sich zu einer intelligenten, vernetzten Plattform, die Effizienz, Flexibilität und Innovationskraft vereint“, betont Studienautor Cetin Acar. Die Branche stellt sich damit strategisch auf eine Zukunft ein, in der der Checkout nicht nur ein Zahlungspunkt, sondern ein Teil vernetzter Handelsprozesse ist.

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