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Mastercard-Studie: Jeder vierte Deutsche Opfer von Online-Betrug

Mann mit Kapuzenpullover und verdecktem Gesicht vor einem Laptop als Symbol eines Online-Betrügers
Foto: Marcin Paśnicki / Pixabay

Key takeaways

Eine Mastercard-Studie zeigt, dass Cybersicherheit für viele Deutsche wichtiger geworden ist als die Arbeitsplatzsicherheit. Besonders Jüngere sind von Online-Betrug betroffen. Die Angst vor KI-getriebenen Angriffen wächst – ebenso wie der Wunsch nach mehr Schulung. Kleine Händler leiden unter Vertrauensverlust nach Betrugsfällen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Shopping- und Investmentbetrug, gefälschte Mails und Phishing-Versuche – der digitale Alltag birgt zunehmend Risiken. Eine aktuelle Studie von Mastercard zum Cybersecurity Awareness Month zeigt, wie präsent das Thema digitale Sicherheit inzwischen in Deutschland ist – und dass es sogar die Arbeitsplatzsicherheit in den Schatten stellt.

Cyberrisiken betreffen alle – besonders die junge Generation

Laut der „Global Cybersecurity Research“-Studie von Mastercard denken inzwischen 49 Prozent der Deutschen mindestens einmal pro Woche über ihre Online-Sicherheit nach. Das ist deutlich mehr als über den eigenen Arbeitsplatz (33 %). 62 Prozent finden es mittlerweile schwieriger, ihre digitalen Daten zu schützen als ihr Zuhause. Besonders alarmierend: 73 Prozent der Befragten erlebten im letzten Jahr mindestens einen Betrugsversuch, 24 Prozent fielen tatsächlich darauf herein – in der Generation Z sogar 41 Prozent.

Am häufigsten betroffen sind Betrugsmaschen im Online-Shopping und Finanzbereich: 64 Prozent der Betroffenen erlitten dabei finanzielle Verluste, fast die Hälfte davon über 100 Euro. Weitere verbreitete Formen sind Kryptobetrug, Identitätsdiebstahl und Romance-Scams.

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Künstliche Intelligenz verstärkt Sorgen vor ausgefeiltem Betrug

Drei von vier Verbrauchern geben an, dass es zunehmend schwerer falle, Betrugsversuche zu erkennen. Besonders die Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz beunruhigen: 76 Prozent befürchten große KI-Angriffe, 74 Prozent täuschend echte Phishing-Mails. Nur 11 Prozent fühlen sich ausreichend sicher im Umgang mit KI-basierten Bedrohungen. Jüngere Generationen vertrauen KI zwar etwas mehr, erkennen aber auch die damit verbundenen Risiken.

Auswirkungen auf das Kaufverhalten – kleine Händler verlieren Vertrauen

Das erlebte Betrugsrisiko beeinflusst zunehmend das Verbraucherverhalten: Nach einem Vorfall würden 71 Prozent nicht erneut bei einem betroffenen Händler einkaufen. Besonders kleinere Anbieter leiden unter dem Vertrauensverlust – 72 Prozent bevorzugen nach einem Betrugsfall größere oder bekannte Marken. Gleichzeitig sehen Verbraucher vor allem Banken (78 %) und Kreditkartenanbieter (68 %) in der Pflicht, Schutzmechanismen zu bieten.

Bedarf an Aufklärung und digitaler Bildung steigt

Zwar treffen viele Menschen bereits Schutzmaßnahmen wie Software-Updates, sichere Passwörter oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dennoch wünschen sich 61 Prozent zusätzliche Trainings, um Betrug besser begegnen zu können. Die Erkenntnis: Digitale Sicherheit wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen – und nicht mehr als Spezialdisziplin.

Mastercard investiert in digitale Resilienz

Als globales Zahlungsunternehmen setzt Mastercard gezielt auf Vertrauen in digitale Prozesse. Seit 2018 hat das Unternehmen weltweit mehr als 9 Milliarden US-Dollar (rund 8,5 Milliarden Euro) in Cybersicherheitslösungen investiert. Mithilfe von Partnern wie Recorded Future analysiert Mastercard Bedrohungen in Echtzeit, um Risiken zu minimieren. Ein weiteres zentrales Element ist das European Cyber Resilience Center (ECRC), das Unternehmen, Behörden und Ermittler miteinander vernetzt.

Peter Robejsek, Geschäftsführer von Mastercard Deutschland, betont: „Wenn mehr Menschen über ihre Online-Sicherheit nachdenken als über den Job, ist das ein starkes Signal. Cybersecurity betrifft uns alle.“ Mastercard plant, mit einem Bildungsprogramm mehr als zehn Millionen kleine und mittlere Unternehmen in Europa zu schulen, um deren Widerstandsfähigkeit zu stärken.

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