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Visa-Studie: Weniger Anzeigen trotz zunehmender Zahlungsbetrugsfälle

Mann mit Kapuzenpullover und verdecktem Gesicht vor einem Laptop als Symbol eines Online-Betrügers
Foto: Marcin Paśnicki / Pixabay

Key takeaways

Eine aktuelle Visa-Studie zeigt: Nur 60 Prozent der Betroffenen bringen Zahlungsbetrug zur Anzeige. Besonders Phishing und neue Betrugsformen wie Quishing nehmen zu. Verbraucher fordern mehr Aufklärung durch Banken, vor allem zu Sicherheitsrisiken beim mobilen Bezahlen und zu falschen Finanzangeboten im Netz.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Immer mehr Verbraucher in Deutschland sehen sich Betrugsversuchen beim Bezahlen im Internet ausgesetzt – dennoch wird Zahlungsbetrug häufig nicht zur Anzeige gebracht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Zahlungsdienstleisters Visa. Zwar geben neun von zehn Menschen an, im Betrugsfall die Polizei einschalten zu wollen, doch nur 60 Prozent der tatsächlich Betroffenen haben den Vorfall gemeldet.

Laut der Studie, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Mai 2025 im Auftrag von Visa durchführte, war bereits jeder Fünfte (18 Prozent) Opfer eines Zahlungsbetrugs. Besonders häufig treten Phishing-Attacken auf: 79 Prozent der Befragten berichten von gefälschten Nachrichten angeblicher Lieferdienste, 67 Prozent von gefälschten Bankmitteilungen. Auch klassische Betrugsformen wie der Enkeltrick oder Fake-Shops sind weiterhin präsent.

Quishing und Krypto-Fakes auf dem Vormarsch

Neue Betrugsformen wie „Quishing“, bei dem gefälschte QR-Codes eingesetzt werden, sowie falsche Finanz- und Kryptowährungsangebote gewinnen an Bedeutung. Jeder Zweite kennt diese Methoden, rund 18 Prozent hatten bereits direkten Kontakt mit solchen Investment-Fakes. Besonders perfide: QR-Codes an Parkautomaten oder in Briefen werden manipuliert, um arglose Verbraucher auf gefälschte Zahlungsseiten zu leiten.

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Banken sollen stärker aufklären

Eine große Mehrheit der Verbraucher (92 Prozent) erwartet von ihrer Bank Aufklärung über Sicherheitsrisiken beim Bezahlen. Besonders gefragt sind regelmäßige Informationen über aktuelle Betrugsformen sowie konkrete Hinweise im Umgang mit verdächtigen Abbuchungen. Allerdings fühlen sich nur gut die Hälfte (54 Prozent) derzeit ausreichend informiert.

Sicherheit vor Bequemlichkeit

Beim Bezahlen steht für die Mehrheit die Sicherheit im Vordergrund – insbesondere bei älteren Menschen. Während 41 Prozent der 18- bis 34-Jährigen der Sicherheit hohe Bedeutung beimessen, sind es bei den über 60-Jährigen 71 Prozent.

Mit der zunehmenden Nutzung mobiler Bezahlmethoden steigt auch das Sicherheitsempfinden. 50 Prozent empfinden Zahlungen per Smartphone oder Wearable inzwischen als sicher – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (37 Prozent). QR-Code-Zahlungen hingegen gelten weiterhin als weniger vertrauenswürdig: Nur 37 Prozent halten diese Methode für sicher – drei Prozentpunkte weniger als 2023.

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