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Konkurrenz für Apotheken: dm startet Online-Verkauf rezeptfreier Medikamente

Pillendose mit Medikamenten
Foto: Karolina Kaboompics / Pexels

Key takeaways

Die Drogeriekette dm verkauft rezeptfreie Medikamente den Online-Shop. Der Schritt erfolgt auf Grundlage von Kundenanfragen, stößt aber erwartungskonform beim Apothekerverband auf Kritik. Dieser warnt vor einer Verunsicherung der Verbraucher und betont die Notwendigkeit fachlicher Beratung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Drogeriemarktkette dm weitet ihr Online-Angebot aus und bietet ab nächster Woche rezeptfreie Medikamente über ihren Online-Shop an. Damit reagiert das Unternehmen auf ein wachsendes Kundeninteresse und betritt einen Markt, der bislang Apotheken vorbehalten war. Der Verkauf erfolgt ausschließlich über das Internet – stationär, wo bereits in manchen Märkten Augenscreenings angeboten werden, bleiben die Produkte zunächst außen vor.

Medikamente per Mausklick

Zu den angebotenen Produkten zählen unter anderem Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Mittel gegen Erkältungen und Allergien. Die Auslieferung der Arzneimittel erfolgt wie bereits angekündigt über ein Logistikzentrum in Tschechien. dm betont, dass ausschließlich nicht verschreibungspflichtige Medikamente in das Sortiment aufgenommen werden. Einlösen von Rezepten, wie es große Online-Apotheken oder auch Amazon in den USA akzeptiert, sei nicht vorgesehen, wie Geschäftsführer Christoph Werner gegenüber dem Handelsblatt erklärte.

Die Entscheidung fußt auf einer Analyse des Kundenverhaltens. Nutzer suchen bereits regelmäßig auf der Website nach Produkten, die bislang nicht verkauft werden durften. Die Sortimentserweiterung des Gesundheitsbereichs, der bereits aus zahlreichen Nahrungsergänzungsprodukten besteht, versteht sich daher als Antwort auf eine bestehende Nachfrage.

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Kritik vom Apothekerverband

Deutliche Kritik kommt erwartungskonform vom Deutschen Apothekerverband. Der Verband warnte vor einer möglichen Verunsicherung der Verbraucher. Wenn die Grenze zwischen Apotheken und Drogeriemärkten verschwimme, könnten Patienten die Einordnung von Medikamenten falsch vornehmen. Erst im September hatten Experten Kritik an den stationären Gesundheitsangeboten wie Augenscreenings geübt.

Insbesondere bei akuten Beschwerden wie Schmerzen oder allergischen Reaktionen sei eine fachliche Beratung unerlässlich. Ein Drogeriemarkt könne diese nicht im gleichen Maße leisten wie eine Apotheke. Hubmann kritisierte zudem, dass Medikamente mit potenziell starken Wirkungen nicht durch marketinggetriebene Mechanismen in den Handel gelangen dürften.

Tatsächlich werden aber bereits heute schon Produkte der gleichen Kategorien über Online-Plattformen. die nichts mit klassischen Online-Apotheken gemeinsam haben, durchgeführt. So kooperieren in allen deutschen Großstädten bereits Apotheken mit Lieferdiensten wie Lieferando, wo ebenfalls keine Beratung stattfindet.

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