Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2025 real 2,7 Prozent und nominal 3,8 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr. Damit liegt der reale Jahreszuwachs 0,3 Prozentpunkte über der bisherigen Schätzung vom Januar 2026. Das Wachstum wurde im Wesentlichen durch starke Zuwächse im ersten Halbjahr getragen, in dem ein Sondereffekt aus dem Onlinehandel für zusätzliche Dynamik sorgte.
Starker Jahresauftakt, abflachende Dynamik im zweiten Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2025 wuchs der reale Einzelhandelsumsatz um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieses Plus ist unter anderem auf eine Umstrukturierung im Internet- und Versandhandel zurückzuführen: Durch die Integration bislang nicht erfasster Umsätze eines größeren Unternehmens stiegen die Zahlen deutlich. Im zweiten Halbjahr verlangsamte sich das Wachstum auf 1,7 Prozent.
Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2021 liegt der Umsatz 2025 real um 0,1 Prozent darunter, nominal jedoch um deutliche 17,3 Prozent darüber.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Deutliche Unterschiede zwischen Branchen
Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete 2025 ein reales Umsatzplus von 1,1 Prozent. Nominal lag der Anstieg bei 3,4 Prozent. Noch dynamischer entwickelte sich der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln, der real um 3,7 Prozent und nominal um 4,1 Prozent zulegte.
Eine Sonderrolle nahm erneut der Internet- und Versandhandel ein: Hier stieg der Umsatz real um 10,1 Prozent und nominal um 10,0 Prozent – nicht zuletzt aufgrund des erwähnten Sondereffekts.
Weihnachtsgeschäft stabilisiert die Jahresbilanz
Im Dezember 2025 wuchs der reale Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,2 Prozent, nominal um 3,5 Prozent. Kalender- und saisonbereinigt lag der Anstieg bei 1,5 bzw. 1,7 Prozent.
Besonders deutlich fiel das Plus im Lebensmitteleinzelhandel aus, wo der Umsatz kalender- und saisonbereinigt real um 2,5 Prozent und nominal um 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Im Vergleich zum Vormonat November 2025 ergab sich hier ebenfalls ein spürbarer Zuwachs.
Im Bereich Nicht-Lebensmittel lag der Umsatz im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahr real um 0,7 Prozent höher, während er gegenüber dem Vormonat leicht sank. Der Internet- und Versandhandel verzeichnete dagegen einen Rückgang im Vergleich zum Dezember 2024 – real um 2,3 Prozent, nominal um 3,3 Prozent –, auch zum November 2025 gab es deutliche Einbußen.


