Die Einführung der EU Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) erhält Unterstützung aus dem deutschen Handel: Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das von Bitkom, das sich schon länger für die Einführung positioniert, und dem Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) initiiert wurde. Ziel ist eine koordinierte und zügige Einführung der EUDI-Wallet in Deutschland.
Handel als Wegbereiter für digitale Identitäten
Laut Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE, kann der Handel mit seinen millionenfachen Kundenkontakten pro Tag maßgeblich zur Akzeptanz der EUDI-Wallet beitragen. Die staatlich zertifizierte App könnte insbesondere im Online-Handel rechtssichere Identitätsprüfungen, Altersverifikationen und sichere Bezahlvorgänge ermöglichen. Auch im stationären Handel sieht Tromp Potenzial – etwa bei der Authentifizierung in Kunden-Apps oder bei der Teilnahme an Bonusprogrammen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Vertrauen als Grundvoraussetzung
Zentral für den Erfolg der EUDI-Wallet ist laut HDE das Vertrauen der Verbraucher in die Datensicherheit. Dieses könne nur durch eine enge Abstimmung zwischen Staat und Privatwirtschaft entstehen. Das unterzeichnete Memorandum sei ein wichtiger Baustein, um diese Schnittstelle zu sichern. Der HDE will die Umsetzung daher aktiv mitgestalten. Tromp betont die strategische Relevanz der EUDI-Wallet für die digitale Souveränität Europas.


