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Politik gefordert: Großhandel streicht 43.000 Stellen in einem Jahr

Eingangsbereich der Agentur fuer Arbeit
Foto: Pixabay

Key takeaways

Der deutsche Großhandel hat binnen eines Jahres rund 43.000 Arbeitsplätze verloren. BGA-Präsident Dirk Jandura warnt vor einem dramatischen Signal für den Standort und fordert umfassende Entlastungen bei Abgaben, Energie und Bürokratie. Steuererhöhungen lehnt er strikt ab und mahnt stattdessen entschlossenes Handeln an.

Lesezeit ca. 1 Minute

Während die Bundesagentur der Arbeit vor dem Wochenende eine Rekordarbeitslosigkeit von 3 Millionen gemeldet hatte, ist auch in der deutschen Großhandelsbranche die Zahl der Beschäftigten deutlich gesunken. Nach Angaben des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) gingen zwischen Juni 2024 und Juni 2025 rund 43.000 Arbeitsplätze verloren. BGA-Präsident Dr. Dirk Jandura spricht von einem dramatischen Signal für den Standort Deutschland.

Forderung nach sofortigen Entlastungen

Jandura fordert eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge auf 40 Prozent, um Beschäftigung zu sichern und Unternehmen zu entlasten. Darüber hinaus brauche es weniger Berichtspflichten sowie spürbare Entlastungen bei Energie- und Steuerlasten. Dies sei entscheidend, um mittelständische Betriebe zu stabilisieren und Investitionen wieder anzuregen. Auch der Handelsverband Deutschland HDE hatte letzte Woche ähnliche Forderung adressiert.

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Stillstand seit einem Jahrzehnt

Seit zehn Jahren würden Unternehmen durch zusätzliche Bürokratie und steigende Kosten belastet, so Jandura. Diese Entwicklung habe die Wettbewerbsfähigkeit massiv geschwächt. Steuererhöhungen, wie sie derzeit politisch diskutiert werden, hält der BGA für kontraproduktiv. Stattdessen brauche es „Mut zur Veränderung“ und konkrete Schritte, die die Wirtschaft unmittelbar stärken.

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