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HelloFresh bestätigt Jahresprognose trotz Umsatzrückgang

Produkte und Box von Hello Fresh
Foto: Hello Fresh Group

Key takeaways

HelloFresh verzeichnet im ersten Quartal 2026 rückläufige Umsätze, steigert jedoch den durchschnittlichen Bestellwert. Das Unternehmen setzt verstärkt auf profitablere Kunden, Produktinnovationen und neue Produktionskapazitäten und bestätigt trotz schwieriger Marktbedingungen seine Jahresprognose.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das Unternehmen HelloFresh hat im ersten Quartal 2026 einen rückläufigen Umsatz verzeichnet, hält jedoch an seiner strategischen Neuausrichtung auf profitablere Kunden fest. Der Kochboxen- und Fertiggerichte-Anbieter setzt dabei verstärkt auf höhere Bestellwerte, effizienteres Marketing und Produktinnovationen.

Trotz schwieriger Marktbedingungen und operativer Belastungen durch Winterstürme bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose.

Umsatz sinkt, Bestellwert steigt

Der Umsatz der HelloFresh-Gruppe lag im ersten Quartal 2026 bei rund 1,7 Milliarden Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 1,9 Milliarden Euro. Währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang von 7,7 Prozent.

Gleichzeitig konnte HelloFresh den durchschnittlichen Bestellwert steigern. Dieser erhöhte sich im Jahresvergleich um 4,2 Prozent auf 71 Euro. Nach Unternehmensangaben resultiert dies vor allem aus geringeren Rabattaktionen, zusätzlichen Bestellungen und Preisanpassungen.

Im Bereich Kochboxen verlangsamte sich der Umsatzrückgang erneut. HelloFresh sieht darin ein Zeichen dafür, dass die Strategie zur Gewinnung hochwertigerer und loyalerer Kundengruppen zunehmend Wirkung zeigt.

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Winterstürme belasten Ergebnis

Das bereinigte EBITDA belief sich im ersten Quartal auf rund 24 Millionen Euro nach 58 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. HelloFresh verweist dabei auf einmalige Belastungen von etwa 25 Millionen Euro infolge schwerer Winterstürme, die Logistik und operative Abläufe beeinträchtigten.

Auch der Free Cashflow blieb mit rund 49 Millionen Euro positiv, lag jedoch unter dem Vorjahreswert von 68 Millionen Euro.

Die Marketingausgaben wurden gleichzeitig leicht reduziert. Der Anteil der Marketingkosten am Umsatz sank auf 21,9 Prozent nach 22,3 Prozent im Vorjahr.

HelloFresh investiert weiter in Produktqualität

Das Unternehmen setzt seine Investitionen in Produktinnovationen und hochwertigere Angebote fort. Dazu gehören unter anderem neue Rezeptkonzepte sowie spezielle Angebote für Nutzer von GLP-1-Medikamenten.

CEO Dominik Richter betont, dass Qualität und Vielfalt der Mahlzeiten entscheidend für die langfristige Kundenbindung seien. Ziel bleibe es, profitables Wachstum durch loyalere Kundengruppen zu erreichen.

Auch im Bereich Fertiggerichte („Ready-to-Eat“) arbeitet HelloFresh an einer Stabilisierung des Geschäfts. In den USA seien frühere operative Probleme inzwischen behoben worden. Außerhalb der USA verzeichnete die Sparte zuletzt wieder zweistellige Wachstumsraten.

Neue Produktionsstätte für Factor Europe eröffnet

Ein wichtiger Schritt für das europäische Fertiggerichte-Geschäft ist die neue Produktionsstätte von Factor Europe im niedersächsischen Verden an der Aller. Die Anlage soll zusätzliche Kapazitäten schaffen und die Produktqualität weiter verbessern.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt HelloFresh trotz Inflation und schwieriger Konsumstimmung seine Prognose. Erwartet wird weiterhin ein währungsbereinigter Umsatzrückgang zwischen drei und sechs Prozent.

Das bereinigte EBITDA soll im Gesamtjahr zwischen 375 und 425 Millionen Euro liegen. HelloFresh setzt dabei weiter auf Effizienzprogramme, eine optimierte Kundenbasis und gezielte Investitionen in das Produktangebot.

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