Der Vorstand der HUGO BOSS AG hat ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 200 Millionen Euro beschlossen, das bis zum 31. Dezember 2027 laufen soll. Finanziert werden soll es aus dem fortlaufend starken Free Cashflow des Unternehmens. Die zurückgekauften Aktien sollen vollständig eingezogen werden, was langfristig den Gewinn pro Aktie erhöht und die Kapitalstruktur stärkt.
Parallel dazu beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung eine Reduzierung der Dividende für das Geschäftsjahr 2025 auf die gesetzliche Mindestdividende von 0,04 Euro je Aktie vorzuschlagen, nachdem für 2024 noch 1,40 Euro ausgeschüttet wurden. In Kombination sollen Rückkaufprogramm und Mindestdividende über die Laufzeit hinweg eine jährliche Aktionärsrendite ermöglichen, die in etwa dem aktuellen Ausschüttungsniveau entspricht und zugleich die finanzielle Flexibilität des Unternehmens stärkt.
Finanzielle Stärke und strategische Einordnung
CFO und COO Yves Müller betont in der Investorenmitteilung, dass das Rückkaufprogramm das Vertrauen des Managements in das langfristige Potenzial des Konzerns widerspiegele. Zugleich passe die reduzierte Dividende zur strategischen Neuausrichtung im Jahr 2026, in dem Hugo Boss verstärkt die effektivste Form der Kapitalrückführung priorisieren will. Die robuste Finanzlage und die im Programm CLAIM 5 TOUCHDOWN verankerte Beschleunigung der durchschnittlichen Free-Cashflow-Generierung bilden dabei die Grundlage, um ein diszipliniertes und wertsteigerndes Rückkaufprogramm umzusetzen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Bedeutung im Rahmen von CLAIM 5 TOUCHDOWN
Die Steigerung der Aktionärsrendite ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie CLAIM 5 TOUCHDOWN, mit der Hugo Boss seine Markenstärke ausbauen und profitables Wachstum sichern will. Bis 2028 strebt das Unternehmen einen durchschnittlichen jährlichen Free Cashflow nach Leasingverhältnissen von rund 300 Millionen Euro an, wobei IFRS-16-Effekte unberücksichtigt bleiben. Ein erheblicher Teil dieses Cashflows soll an die Aktionäre zurückgeführt werden – entweder über Dividenden, Aktienrückkäufe oder eine Kombination beider Instrumente. Gleichzeitig soll die Kapitalstrategie genügend Flexibilität wahren, um Investitionen in weiteres Wachstum zu ermöglichen und die Bilanz in einem weiterhin volatilen Marktumfeld zu stärken.


