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Unternehmen planen seltener Preiserhöhungen – Preisdruck lässt nach

Taschenrechner und Euro Geldscheine
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Immer weniger Unternehmen planen Preiserhöhungen. Der ifo-Index sinkt deutlich, getrieben von niedrigeren Energiepreisen, doch der Preisdruck bleibt insgesamt weiterhin auf erhöhtem Niveau bestehen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Preiserwartungen der Unternehmen in Deutschland haben sich im Juni spürbar abgeschwächt. Laut aktuellen Daten des ifo Instituts planen deutlich weniger Firmen, ihre Preise in den kommenden Monaten anzuheben. Damit deutet sich eine leichte Entspannung beim Preisdruck an, auch wenn das Niveau weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt liegt.

Deutlicher Rückgang der Preiserwartungen

Der entsprechende Indikator sank im Juni auf 26,4 Punkte, nachdem er im Mai noch bei 30,0 Punkten gelegen hatte. Damit setzt sich der rückläufige Trend fort, der sich bereits in den vergangenen Monaten angedeutet hatte. Trotz des Rückgangs liegen die Erwartungen weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025, was auf anhaltende Preissteigerungstendenzen hinweist.

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Energiepreise sorgen für Entlastung

Ein wesentlicher Treiber für die gesunkenen Preiserwartungen sind rückläufige Energiepreise. Diese Entwicklung stärkt die Zuversicht vieler Unternehmen hinsichtlich der wirtschaftlichen Perspektiven. Besonders energieintensive Betriebe reagieren sensibel auf diese Veränderungen und planen deutlich seltener mit Preiserhöhungen als noch im Vormonat.

Breite Entspannung über viele Branchen hinweg

Der Rückgang der Preiserwartungen zeigt sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor und im Handel ist der Indikator gesunken. Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei Lebensmittelherstellern aus, die deutlich seltener Preissteigerungen planen. Auch im Einzelhandel mit Lebensmitteln hat der Preisdruck nachgelassen, bleibt jedoch auf vergleichsweise hohem Niveau.

Preise dürften dennoch weiter steigen

Trotz der aktuellen Entspannung ist nicht mit einem schnellen Ende der Preissteigerungen zu rechnen. Unternehmen erwarten weiterhin steigende Kosten und geben diese zumindest teilweise an die Verbraucher weiter. Der Rückgang der Preiserwartungen signalisiert daher eher eine Verlangsamung der Dynamik als eine vollständige Trendwende.

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