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DIHK warnt vor Doppelkrise: Deutsche Wirtschaft unter massivem Druck

Sinkende Aktienkurse vor einer Deutschland Fahne
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Eine schwache Konjunktur, hohe Energiepreise und strukturelle Probleme setzen der deutschen Wirtschaft stark zu. Die DIHK sieht Unternehmen am Limit und fordert umfassende Reformen, um Investitionen anzukurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Wirtschaft steckt nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in einer tiefgreifenden Doppelkrise. Neben strukturellen Standortproblemen belastet der Krieg im Nahen Osten die Konjunktur erheblich. Die aktuelle Umfrage unter rund 23.000 Unternehmen zeigt eine deutlich verschlechterte Stimmung sowie sinkende Erwartungen für die kommenden Monate.

Stimmung auf Tiefstand seit der Pandemie

Die Geschäftslage wird von den Unternehmen so negativ bewertet wie zuletzt während der Corona-Pandemie. Mehr als jedes vierte Unternehmen bezeichnet seine aktuelle Lage als schlecht, während nur knapp ein Viertel von guten Geschäften berichtet. Besonders kritisch ist die Situation im Handel, wo sich die Lage nochmals zugespitzt hat. Auch die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate trüben sich deutlich ein: Ein Drittel der Unternehmen rechnet mit einer weiteren Verschlechterung. Der DIHK-Stimmungsindex fällt entsprechend deutlich und signalisiert eine anhaltende wirtschaftliche Schwächephase.

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Energiepreise verschärfen wirtschaftlichen Druck

Als größtes Geschäftsrisiko nennen die Unternehmen inzwischen die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Die Belastung hat sich durch die geopolitischen Entwicklungen nochmals verschärft und trifft nahezu alle Branchen. Hinzu kommen weiterhin hohe Arbeitskosten, schwache Nachfrage im Inland sowie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Auch die Exportaussichten haben sich deutlich eingetrübt, da die globale Konjunktur unter den aktuellen Krisen leidet und der internationale Wettbewerb zunimmt.

Investitionen und Beschäftigung gehen zurück

Die angespannte Lage wirkt sich zunehmend auf Investitionsentscheidungen und den Arbeitsmarkt aus. Viele Unternehmen fahren ihre Investitionsbudgets zurück oder beschränken sich auf Ersatzinvestitionen. Wachstum und Innovation treten dabei in den Hintergrund. Gleichzeitig planen deutlich mehr Betriebe Personal abzubauen als neue Stellen zu schaffen. Der Fachkräftemangel verliert damit an Bedeutung, was die schwache wirtschaftliche Dynamik zusätzlich unterstreicht.

DIHK fordert umfassende Reformen

Angesichts der anhaltenden Belastungen fordert die DIHK schnelle und umfassende wirtschaftspolitische Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Entlastungen bei Energie- und Arbeitskosten, Steuererleichterungen sowie ein deutlicher Abbau bürokratischer Hürden. Auch Investitionen in Infrastruktur und eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren gelten als zentral. Ziel müsse es sein, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken und die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.

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