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KI-Kompetenz wird zur Schlüsselqualifikation auf dem Arbeitsmarkt

Mehrere Symbolik zu künstlicher Intelligenz (KI)
Foto: Tung Nguyen / Pixabay

Key takeaways

Eine Auswertung zeigt: In Deutschland verlangt bereits jede zwölfte Stellenanzeige konkrete KI-Kenntnisse. Besonders betroffen sind IT, Marketing, Controlling und Logistik. Der öffentliche Dienst bleibt zurück. KI entwickelt sich zunehmend zur Basiskompetenz – für Bewerber wie für Arbeitgeber.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt in rasantem Tempo. Immer mehr Arbeitgeber verlangen von Bewerbern Kenntnisse im Umgang mit KI-Systemen – wer diese Fähigkeiten nicht mitbringt, hat zunehmend schlechtere Chancen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der ArbeitgeberGold GmbH, die 8 000 Stellenanzeigen aus dem Zeitraum vom 15. September bis 15. Oktober 2025 ausgewertet hat.

Laut Analyse hatten 642 der betrachteten Anzeigen – also rund 8 % – einen direkten Bezug zur Nutzung von KI. Die Studie basiert auf Daten von drei Plattformen: Indeed, StepStone und der Bundesagentur für Arbeit. Sie offenbart einen deutlichen Technologietrend im Recruiting.

IT und Marketing treiben die Entwicklung

Am stärksten vertreten ist der KI-Einsatz im Bereich IT und Softwareentwicklung: 24 % der dortigen Anzeigen nennen explizit Anwendungen wie Automatisierung oder die Programmierung mit KI-Modellen. Auch Marketing und Kommunikation zeigen eine hohe Durchdringung (18 %), etwa bei der Erstellung von Texten und Bildern oder der Optimierung digitaler Kampagnen.

Im Controlling sowie in Einkauf und Logistik liegt der Anteil bei jeweils 12 %. In diesen Bereichen kommen KI-Technologien etwa für Bedarfsvorhersagen, Bestandsoptimierung oder automatisierte Analysen zum Einsatz. Selbst das Personalwesen zeigt mit 8 % einen beachtlichen KI-Anteil – von der Mitarbeitendenplanung bis zur Prozessautomatisierung.

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Öffentlicher Dienst hinkt hinterher

Anders sieht es im öffentlichen Sektor aus. Hier lag der Anteil an KI-bezogenen Stellenanzeigen lediglich bei 2 %. Das ist ein klares Indiz für den Rückstand gegenüber der Privatwirtschaft, wo Künstliche Intelligenz längst Teil des Tagesgeschäfts ist. Die Verwaltung befindet sich vielfach noch in der Erprobungsphase.

Für Peer Bieber, Geschäftsführer von ArbeitgeberGold, steht fest: „Ohne KI-Know-how werden Unternehmen in Zukunft handlungsunfähig. Die aktuelle Automatisierungswelle trifft auch Berufsfelder, die sich bisher als sicher wähnten – und sie rollt deutlich schneller als frühere Technologien.“

Die Analyse macht deutlich: KI ersetzt nicht nur Routinetätigkeiten, sondern schafft auch neue Anforderungen und Chancen. Wer sich das nötige Wissen aneignet, profitiert – wer es ignoriert, riskiert den Anschluss.

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