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Zwischen Anspruch und Realität: CMOs kämpfen mit KI, Budgets und Kontrolle

Symbolik zu künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz
Tung Nguyen / Pixabay

Key takeaways

Trotz wachsender Investitionen in KI bleibt deren Effekt auf das Marketing bislang gering. Eine neue Capgemini-Studie zeigt: CMOs kämpfen mit schrumpfenden Budgets, sinkendem Einfluss und mangelnder Kontrolle über KI-Projekte.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Rund 80 Prozent der heutigen Marketingtechnologie-Investitionen fließen in Künstliche Intelligenz – ein Anstieg gegenüber 64 Prozent vor zwei Jahren. Trotz dieses Booms bleibt der tatsächliche Nutzen von KI im Marketing bisher begrenzt: Nur sieben Prozent der Marketer erkennen einen spürbaren Effizienzgewinn. Das zeigt eine aktuelle Studie des Capgemini Research Institute, die den wachsenden Druck auf CMOs dokumentiert und eine grundlegende Neuausrichtung ihrer Rolle fordert.

CMOs mit wachsender Verantwortung, aber weniger Einfluss

Während die Erwartungen an CMOs kontinuierlich steigen, schwindet gleichzeitig ihr Einfluss: Nur noch 55 Prozent sind an kritischen Entscheidungen beteiligt – ein Rückgang von 15 Prozentpunkten innerhalb von zwei Jahren. Die Marketingbudgets machen im Schnitt nur noch fünf Prozent des Unternehmensumsatzes aus. Obwohl generative KI bereits in Bereichen wie Content-Erstellung, Kundensegmentierung und Kampagnenplanung genutzt wird, dominieren weiterhin manuelle Aufgaben den Alltag vieler Marketingabteilungen. Dies lässt kaum Raum für strategische Maßnahmen wie Markenbildung und Innovationsarbeit.

Der Zugang zu Echtzeitdaten und deren Nutzung für personalisierte Kundenerlebnisse bleibt ebenfalls ausbaufähig: Nur 18 Prozent der Befragten halten ihre Maßnahmen in diesem Bereich für erfolgreich. Eine engere Zusammenarbeit mit der IT wird daher als Schlüssel zum Fortschritt gesehen – insbesondere auf Ebene der Führungskräfte.

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Agentische KI: Potenzial erkannt, aber kaum im Einsatz

Fast 70 Prozent der Marketer sehen großes Potenzial in agentischer KI, also autonomen oder Multi-Agenten-Systemen. Dennoch schreiten nur wenige Unternehmen mit Tests oder Implementierungen voran. Hindernisse sind mangelndes Know-how, Sicherheits- und Datenschutzbedenken sowie ethische Vorbehalte gegenüber autonomen Entscheidungen.

Eine weitere Herausforderung: Über die Hälfte der KI-Projekte wird derzeit aus IT-Budgets finanziert – das Marketing selbst hat nur eingeschränkten Zugriff auf Mittel und Strategie. Diese Fragmentierung erschwert es, das volle Potenzial der Technologie auszuschöpfen.

KI entlang der Wertschöpfungskette integrieren

Die Studie empfiehlt CMOs, Marketing neu zu denken – menschenzentriert, strategisch und technologiegetrieben. Wichtig sei vor allem die Integration von KI über alle Wertschöpfungsstufen hinweg sowie der Abbau von Silos zwischen Teams. 61 Prozent der Befragten priorisieren heute die Verknüpfung von Sales- und Go-to-Market-Strategien, doch gemeinsame KPIs fehlen oft.

Gleichzeitig sehen 68 Prozent der CMOs Weiterbildungsbedarf bei ihren Teams – in KI, Ethik und Business-Strategie. Nur durch gezielte Kompetenzentwicklung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und klare Verantwortlichkeiten kann Marketing in einer KI-geprägten Welt echten Mehrwert stiften.

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