Die Bedrohung durch Wirtschaftskriminalität in Deutschland nimmt deutlich zu – und wird aus Sicht vieler Unternehmen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz zusätzlich verschärft. Laut einer aktuellen Studie von KPMG bewertet inzwischen fast jedes zweite Unternehmen das Risiko für das eigene Geschäft als hoch oder sehr hoch. Besonders auffällig ist der sprunghafte Anstieg der Risikowahrnehmung im Vergleich zu den Vorjahren.
KI verändert Dynamik wirtschaftskrimineller Angriffe
Künstliche Intelligenz wirkt als Beschleuniger für kriminelle Aktivitäten. Unternehmen sehen vor allem die gesteigerte Geschwindigkeit und Reichweite von Angriffen als kritisch an. Mehr als zwei Drittel der Befragten halten KI-gestützten Betrug für eine erhebliche Bedrohung. Gleichzeitig bleibt die tatsächliche Betroffenheit schwer messbar, da viele Angriffe nicht eindeutig identifiziert werden können.
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Betrug und Datenmissbrauch dominieren das Schadensbild
Die häufigsten Delikte bleiben klassische Formen wie Betrug und Untreue, die in der Mehrheit der betroffenen Unternehmen auftreten. Parallel gewinnt der Diebstahl sensibler Daten an Bedeutung. Besonders betroffen sind IT-Systeme, während auch Finanzabteilungen und das Management zunehmend in den Fokus geraten. Die Schadenssummen variieren stark, bewegen sich jedoch oft im unteren bis mittleren Bereich.
Interne und externe Täterstrukturen im Wandel
Die Herkunft der Täter zeigt ein differenziertes Bild: Während externe Akteure vor allem bei Korruption dominieren, spielen interne Beteiligte bei datenbezogenen Delikten eine zentrale Rolle. Auffällig ist zudem, dass auch Führungskräfte in relevante Fälle verwickelt sein können. Dies unterstreicht die wachsende Komplexität der Bedrohungslage.
Unternehmen setzen zunehmend selbst auf KI
Trotz der Risiken erkennen viele Unternehmen das Potenzial von KI auch für die eigene Verteidigung. Dort, wo entsprechende Technologien eingesetzt werden, berichten viele von sinkenden Betrugsraten. Gleichzeitig verändert sich die Aufdeckung von Straftaten grundlegend: Zufallsfunde sind selten geworden, stattdessen gewinnen strukturierte Prüfungen und externe Hinweise deutlich an Bedeutung.





