Klarna bietet seinen Nutzern ab sofort die Möglichkeit, Geld direkt über die App an Freunde und Familie zu senden. Der neue Peer-to-Peer-Service startet gleichzeitig in 13 europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, und markiert einen weiteren Schritt des Unternehmens in Richtung Alltagsbank. Kunden können per Telefonnummer, E-Mail, QR-Code oder aus dem Adressbuch Empfänger auswählen, der Betrag wird nach einer Sicherheitsprüfung in Echtzeit überwiesen.
Mit dem Ausbau will Klarna seine Position als umfassender Anbieter für tägliche Finanzgeschäfte festigen und geht damit in direkte Konkurrenz zu PayPal oder Wero, das im Kern mit derselben Funktion gestartet war. Die Einführung der P2P-Zahlungen folgt auf die steigende Nutzung der Klarna Card, die in den ersten vier Monaten nach dem Start über vier Millionen Mal beantragt wurde. Auch die im August 2024 gestarteten Balance-Konten stoßen auf hohe Nachfrage: Innerhalb eines Jahres stieg das globale Einlagevolumen von rund 9,5 Milliarden auf 14 Milliarden US-Dollar (etwa 13 Mrd. Euro).
Einstieg in den Alltagsbanking-Markt
CEO Sebastian Siemiatkowski betont in der Pressemitteilung, dass Kunden zunehmend genug hätten von „Reibung und Gebühren traditioneller Banken“. Der neue Service sei ein weiterer Schritt, um Klarna zur zentralen Plattform für sämtliche Finanztransaktionen zu machen. Auch kleinere Geldbeträge sollen damit bequem, schnell und gebührenfrei abgewickelt werden können.
Geplant ist zudem, dass künftig auch Transfers an Nicht-Klarna-Kunden sowie grenzüberschreitende Zahlungen möglich sein sollen. Technisch basiert die Lösung derzeit auf herkömmlichen Banknetzwerken, mittelfristig prüft Klarna aber auch den Einsatz von Stablecoins, um die Effizienz und Reichweite weiter zu verbessern.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Verfügbarkeit in 13 Ländern
Zum Start ist der Service in Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich verfügbar. Die Peer-to-Peer-Funktion ergänzt damit das bestehende Angebot an Bankdienstleistungen und zielt darauf ab, das Nutzererlebnis innerhalb der App weiter zu zentralisieren.


