Der Non-Food-Discounter Kodi verkleinert sein Filialnetz im Zuge der laufenden Sanierung weiter. Von aktuell 144 Geschäften sollen 19 geschlossen werden. Für 56 weitere Standorte laufen noch Verhandlungen über eine Fortführung, während 69 Filialen nach Unternehmensangaben sicher erhalten bleiben.
Kodi hatte im Juli die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Die Geschäftsführung bleibt damit im Amt und steuert die Restrukturierung selbst. Löhne und Gehälter sind nach Unternehmensangaben bis September über Insolvenzgeld abgesichert.
19 Filialen in Nordrhein-Westfalen vor dem Aus
Die angekündigten Schließungen betreffen ausschließlich Standorte in Nordrhein-Westfalen. Aufgegeben werden sollen unter anderem Filialen in Ahaus, Emmerich, Siegburg, Zülpich sowie mehrere Standorte in Essen, Wuppertal und Düsseldorf.
Nach Angaben des Unternehmens besteht für diese Geschäfte keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive. Der Räumungsverkauf soll beginnen, Kündigungen der betroffenen Beschäftigten sind nach der erwarteten Verfahrenseröffnung Anfang Oktober vorgesehen. Wie viele Mitarbeiter konkret betroffen sind, teilte Kodi nicht mit.
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56 Standorte bleiben vorerst in der Schwebe
Während 69 Filialen weitergeführt werden sollen, ist die Zukunft von 56 Geschäften noch nicht geklärt. Kodi verhandelt dort weiterhin über Bedingungen, die einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb ermöglichen könnten.
Welche Standorte zu den sicheren beziehungsweise gefährdeten Filialen zählen, wurde bislang nicht veröffentlicht. Geschäftsführer Fabian Grund verwies darauf, dass trotz schwieriger Rahmenbedingungen bereits zahlreiche Standorte und Arbeitsplätze gesichert worden seien.
Kodi kämpft bereits seit Jahren mit seinem Filialnetz
Die aktuelle Sanierung ist nicht der erste tiefgreifende Einschnitt. Bereits 2024 hatte Kodi ein Schutzschirmverfahren beantragt. Damals schrumpfte das Filialnetz von rund 240 auf etwa 150 Geschäfte, mehr als 500 Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz.
Der 1981 gegründete Händler verkauft vor allem Haushaltswaren und Drogerieartikel. Der Schwerpunkt des Filialnetzes liegt weiterhin in Nordrhein-Westfalen.
Auch Mäc Geiz steckt in der Insolvenz
Der Druck auf das Umfeld der Kodi-Gruppe ist zusätzlich gestiegen. Die Muttergesellschaft hatte im Februar den Non-Food-Discounter Mäc Geiz übernommen. Die vor allem in Ostdeutschland vertretene Kette stellte bereits im Mai ebenfalls Insolvenzantrag.
Dort sollen nach jüngsten Angaben rund 50 Filialen schließen. Damit zeigt sich, wie stark der Non-Food-Discount aktuell unter schwacher Konsumlaune, Kostenbelastungen und strukturellem Anpassungsdruck steht.




