Die Generation 60+ entwickelt sich zunehmend zu einer tragenden Säule des Konsums in Deutschland. Eine aktuelle Studie von Consors Finanz zeigt, dass ältere Verbraucher nicht nur finanziell stark aufgestellt sind, sondern auch aktiver und konsumfreudiger agieren als vielfach angenommen. Dennoch wird diese wachsende Zielgruppe in vielen Marktstrategien weiterhin unterschätzt.
Wachsende Zielgruppe mit hoher Kaufkraft
Mit mehr als 25 Millionen Menschen stellt die Generation 60+ inzwischen über ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland. Gleichzeitig verfügt sie über das größte Nettovermögen aller Altersgruppen. Trotz dieser wirtschaftlichen Bedeutung bleibt ihre Rolle im Marketing häufig unterrepräsentiert, obwohl sie als Konsumentengruppe stetig an Relevanz gewinnt.
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Selbstbestimmt und konsumorientiert
Die Studie zeigt eine Generation, die ihren Lebensabschnitt aktiv gestaltet. Gesundheit und finanzielle Unabhängigkeit stehen dabei im Mittelpunkt, ebenso wie der Wunsch, möglichst lange im eigenen Zuhause zu leben. Konsum dient nicht nur der persönlichen Lebensqualität, sondern wird auch als Mittel zur gesellschaftlichen Teilhabe verstanden.
Ein Großteil der Befragten gibt an, durch gezielten Konsum das eigene Wohlbefinden zu steigern und gleichzeitig einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung zu leisten. Damit erhält Konsum für diese Altersgruppe eine deutlich breitere Bedeutung als reine Bedürfnisbefriedigung.
Preisbewusst und qualitätsorientiert
Bei Kaufentscheidungen spielen klassische Faktoren wie Preis, Qualität und Funktionalität eine zentrale Rolle. Auffällig ist zudem die hohe Bedeutung von Nachhaltigkeit: Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz zählen insbesondere in Deutschland zu den wichtigsten Kriterien.
Diese Kombination aus Preisbewusstsein und Qualitätsanspruch macht die Generation 60+ zu einer differenzierten und anspruchsvollen Zielgruppe, die gezielt angesprochen werden muss.
Digitaler als ihr Ruf
Entgegen gängiger Klischees ist die Generation 60+ zunehmend digital unterwegs. Viele verfügen über eigene Smartphones und nutzen Online-Shopping regelmäßig und souverän. Damit verschiebt sich auch ihr Konsumverhalten stärker in Richtung digitaler Kanäle, ohne den stationären Handel vollständig zu verdrängen.
Potenzial für Handel und Marketing
Die Studie macht deutlich, dass die Generation 60+ keine homogene Gruppe ist, sondern vielfältige Bedürfnisse und Erwartungen aufweist. Genau darin liegt jedoch ihr Potenzial: Unternehmen, die diese Differenzierung verstehen und gezielt adressieren, können sich einen bislang unterschätzten Wachstumsmarkt erschließen.
Angesichts des demografischen Wandels dürfte die Bedeutung dieser Zielgruppe in den kommenden Jahren weiter steigen. Für Handel und Marken ergibt sich daraus die Notwendigkeit, Strategien und Angebote stärker auf ältere Konsument:innen auszurichten.






