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Konsumklima stabilisiert sich – leichte Erholung trotz schwacher Nachfrage

Geldbörse mit mehreren Euro-Scheinen und Münzen als Symbol für Konsumklima
Foto: Frauke Riether / Pixabay

Key takeaways

Das Konsumklima in Deutschland stabilisiert sich leicht, bleibt jedoch auf niedrigem Niveau. Verbesserte Einkommenserwartungen und sinkende Sparneigung wirken positiv, während die Anschaffungsneigung weiterhin schwach bleibt. Geopolitische Unsicherheiten und wirtschaftliche Risiken bremsen eine nachhaltige Erholung des privaten Konsums.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Verbraucherstimmung in Deutschland stabilisiert sich im Mai und beendet vorerst ihren Abwärtstrend. Der Konsumklimaindikator vom GfK/NIM verbessert sich um 3,3 Punkte, bleibt mit einem prognostizierten Wert von -29,3 Punkten für Juni jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau. Trotz einzelner positiver Signale bleibt die Zurückhaltung der Verbraucher spürbar.

Einkommenserwartungen erholen sich deutlich

Besonders deutlich zeigt sich die Verbesserung bei den Einkommenserwartungen. Nach einem starken Rückgang im Vormonat steigt der Indikator um 11,4 Punkte auf -13,0 Punkte. Hintergrund ist unter anderem, dass sich geopolitische Unsicherheiten – insbesondere im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt – zuletzt nicht weiter verschärft haben.

Zudem tragen politische Signale zu möglichen Entlastungsmaßnahmen zur Aufhellung bei. Dennoch bleibt das Niveau im historischen Vergleich weiterhin klar im negativen Bereich.

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Anschaffungsneigung bleibt gedämpft

Die Bereitschaft der Verbraucher, größere Anschaffungen zu tätigen, steigt leicht um 1,2 Punkte auf -13,2 Punkte. Trotz dieser Verbesserung signalisiert der weiterhin negative Wert eine anhaltende Kaufzurückhaltung.

Großanschaffungen werden von vielen Haushalten derzeit als nicht ratsam eingeschätzt, was die schwache Konsumdynamik unterstreicht.

Sparneigung geht leicht zurück

Die Sparneigung sinkt zum dritten Mal in Folge und liegt aktuell bei 13,9 Punkten. Damit bleibt sie im langfristigen Vergleich zwar hoch, zeigt jedoch eine leichte Entspannung.

Die rückläufige Sparneigung wirkt stabilisierend auf das Konsumklima, da sie potenziell Spielräume für Konsumausgaben schafft.

Konjunktur- und Preiserwartungen stabilisieren sich

Auch die Konjunkturerwartungen verbessern sich moderat um 2,5 Punkte auf -11,2 Punkte. Trotz dieser leichten Erholung rechnet die Mehrheit der Verbraucher weiterhin mit einer wirtschaftlichen Verschlechterung in den kommenden zwölf Monaten.

Die Preiserwartungen gehen gleichzeitig spürbar zurück und liegen nach einem Minus von 5,4 Punkten bei -0,4 Punkten. Verantwortlich dafür dürfte unter anderem die Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe sein, die von Verbrauchern unmittelbar wahrgenommen wird.

Gleichzeitig lag die Inflationsrate im April bei 2,9 Prozent und damit über dem Niveau der Vormonate.

Konsumklima bleibt fragil

Die aktuelle Entwicklung zeigt eine leichte Stabilisierung, jedoch keine nachhaltige Trendwende. Verbesserte Einkommensaussichten, sinkende Sparneigung und leicht steigende Konsumbereitschaft wirken stützend, werden jedoch weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten und wirtschaftlichen Risiken überlagert.

Das Konsumklima bleibt damit empfindlich gegenüber externen Einflüssen – und eine deutliche Erholung des privaten Konsums ist kurzfristig nicht in Sicht.

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