In einem weiterhin angespannten Umfeld verzeichnete LUDWIG BECK im ersten Halbjahr 2026 einen Bruttoumsatz von 37,1 Mio. €, was einem Rückgang von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Neben der allgemeinen Marktschwäche wirkten sich insbesondere infrastrukturelle Einschränkungen rund um den Standort Marienplatz negativ auf die Erreichbarkeit und damit auf die Kundenfrequenz aus.
Das Segment Textil erreichte 28,6 Mio. €, während im Nontextil-Bereich 8,5 Mio. € umgesetzt wurden. Auch der Onlinehandel entwickelte sich rückläufig, was die insgesamt verhaltene Nachfrage zusätzlich unterstreicht.
Ergebnisentwicklung bleibt angespannt
Der Nettorohertrag sank auf 15,1 Mio. €, begleitet von einer leicht rückläufigen Marge infolge erhöhter Preisnachlässe. Während der Wareneinsatz nahezu stabil blieb, konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduziert werden. Gleichzeitig bewegten sich die Personalkosten auf Vorjahresniveau, was die Ergebnislage weiterhin belastete.
Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich zwar leicht auf -0,8 Mio. €, blieb jedoch negativ. Auch das Ergebnis vor Steuern sowie das Nachsteuerergebnis lagen weiterhin im Minus, wenn auch mit moderaten Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Hoffnungsträger zweites Halbjahr
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zeigt sich das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte vorsichtig optimistisch. Es wird erwartet, dass sich die wirtschaftlichen und konsumrelevanten Faktoren im weiteren Verlauf stabilisieren.
Ein wichtiger Impuls wird vom Münchner Oktoberfest erwartet, das traditionell eine hohe Frequenz und zusätzliche Umsätze generiert. Darüber hinaus sieht sich LUDWIG BECK, dessen neuer Mehrheitseigentümer ein Delisting vollziehen will, mit einem ausgewogenen Sortiment aus klassischen und trendigen Produkten gut positioniert, um flexibel auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können.




