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Lufthansa startet Starlink-Internet im regulären Flugbetrieb

Einbau von Starlink in einem Lufthansa Flugzeug
Foto: Lufthansa

Key takeaways

Ein Airbus A320neo eröffnet den konzernweiten Ausbau des satellitengestützten Bordinternets. Weitere Maschinen sollen noch 2026 folgen, bevor Lufthansa die Technik bis 2029 auf rund 850 Flugzeuge ausweiten will.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Lufthansa hat erstmals ein Flugzeug mit dem neuen satellitengestützten Highspeed-Internet von Starlink in den regulären Liniendienst geschickt. Den Auftakt machte am 19. August 2026 ein Airbus A320neo mit dem Kennzeichen D-AINM auf dem Flug LH234 von Frankfurt nach Rom. Das Flugzeug ist laut Unternehmen zugleich die erste Maschine innerhalb der gesamten Lufthansa Group, die mit der neuen Technik ausgestattet wurde.

Das neue „Lufthansa Group Wi-Fi“ soll Passagieren während des Fluges deutlich höhere Bandbreiten als die bisherigen Internetangebote ermöglichen. Für Mitglieder von Miles & More sowie Nutzer einer Travel ID ist der Zugang unabhängig von der gebuchten Reiseklasse kostenlos. Lufthansa beginnt damit einen konzernweiten Umbau, der in den kommenden Jahren Hunderte Flugzeuge erfassen soll.

Weitere A320 sollen noch 2026 folgen

Nach dem ersten Linienflug will Lufthansa die Einführung schrittweise beschleunigen. Noch im laufenden Jahr sollen bei Lufthansa und Lufthansa City Airlines bis zu zehn weitere Maschinen der A320-Familie mit Starlink-Technologie ausgestattet werden. Anschließend sollen weitere Fluggesellschaften der Gruppe folgen.

Der Einbau erfolgt vor allem bei Lufthansa Technik in Berlin. Um zusätzliche Standzeiten möglichst zu vermeiden, verbindet das Unternehmen die Installation nach eigenen Angaben mit ohnehin geplanten technischen Checks. Auf diese Weise soll die neue Hardware schrittweise in die bestehende Flotte integriert werden.

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Rund 850 Flugzeuge sollen Starlink erhalten

Der langfristige Umfang des Projekts ist erheblich größer. Bis 2029 sollen rund 850 Flugzeuge der verschiedenen Airlines der Lufthansa Group mit dem neuen Highspeed-Internet ausgestattet werden. Nach Darstellung des Konzerns würde die Gruppe damit zum größten europäischen Airline-Verbund mit einem entsprechenden Starlink-Angebot.

Die Umrüstung ist Teil umfangreicher Investitionen in neue Flugzeuge sowie Produkt- und Serviceangebote. Ziel ist ein möglichst einheitliches Online-Erlebnis innerhalb der unterschiedlichen Fluggesellschaften und Reiseklassen. Lufthansa verspricht dabei schnelle Verbindungen auf Kurz- und Langstrecken sowie über Regionen, in denen herkömmliche Konnektivitätslösungen an Grenzen stoßen.

Internetzugang wird Teil des digitalen Bordangebots

Über das neue Wi-Fi-Portal können Passagiere im Internet surfen und auf zusätzliche Inhalte zugreifen. Dazu gehören Informationen zu Reisezielen und zur Lufthansa Group sowie ein Angebot an digitalen Zeitungen und Zeitschriften. Künftig sollen weitere Informationen und Services rund um den jeweiligen Flug integriert werden.

Das Portal enthält zudem die für die Nutzung geltenden Regeln. Mastercard tritt als Sponsor des Lufthansa Group Wi-Fi auf und setzt damit eine bereits beim bisherigen FlyNet-Angebot bestehende Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtkonzern fort.

Kostenloser Zugang ist an Kundenkonto gebunden

Lufthansa verbindet die Einführung der neuen Technik mit einer Änderung beim Zugang zum Bordinternet. Miles-&-More-Mitglieder und Nutzer einer Travel ID können das Angebot kostenlos verwenden. Die Freischaltung gilt über alle Reiseklassen hinweg und macht damit zumindest für registrierte Kunden schnelles Bordinternet zu einem regulären Bestandteil des Flugangebots.

Damit erhält die digitale Kundenbindung zusätzliche Bedeutung. Miles & More und Travel ID dienen nicht mehr ausschließlich der Verwaltung von Buchungen, Kundendaten oder Bonusprogrammen, sondern werden zugleich zum Zugangsschlüssel für einen konkreten Service während der Reise.

Starlink-Ausbau wird zum Großprojekt für die Lufthansa Group

Mit dem ersten ausgestatteten A320neo beginnt für Lufthansa vor allem ein mehrjähriges technisches Flottenprogramm. Die eigentliche Größenordnung zeigt sich weniger an der einzelnen Verbindung zwischen Frankfurt und Rom als am geplanten Ausbau auf rund 850 Flugzeuge bis 2029.

Für Passagiere könnte sich damit insbesondere die Qualität des Internetzugangs an Bord verändern. Für Lufthansa entsteht gleichzeitig die Herausforderung, die Technologie über unterschiedliche Flugzeugtypen und Konzernairlines hinweg auszurollen. Nach dem ersten Linienflug muss sich nun zeigen, wie schnell die geplante Umrüstung skaliert und wie zuverlässig das neue Angebot im täglichen Flugbetrieb funktioniert.

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