Macy’s, Inc. hat im zweiten Quartal 2025 seine eigenen Prognosen übertroffen und ein vergleichbares Umsatzwachstum über alle Marken hinweg erzielt. Der Konzern meldete einen Umsatz von 4,8 Milliarden US-Dollar (rund 4,47 Milliarden Euro) und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,41 US-Dollar (ca. 0,38 Euro). Das entspricht der besten Entwicklung bei den vergleichbaren Verkaufszahlen seit zwölf Quartalen.
Wachstumstreiber: Reimagine-Standorte und Premiummarken
Maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben die 125 Filialen des Reimagine-Programms, die auf ein neues Store-Konzept setzen. Diese Standorte erzielten ein Plus von 1,1 % beim Umsatz auf Eigentumsbasis. Besonders deutlich fiel das Wachstum bei Bloomingdale’s aus: Der Umsatz stieg um 4,6 %, die vergleichbaren Verkäufe sogar um 5,7 % (O+L+M-Basis). Auch Bluemercury legte weiter zu und verbuchte ein vergleichbares Wachstum von 1,2 % – das 18. Quartal in Folge mit positiven Zahlen.
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Rendite unter Druck, aber Strategie zahlt sich aus
Trotz der Umsatzsteigerung sank die Bruttomarge leicht auf 39,7 % (minus 80 Basispunkte). Macy’s begründete dies mit gezielten Abschriften auf Frühjahrsware zur Bestandspflege. Die operativen Kosten gingen insgesamt zurück: Die SG&A-Ausgaben lagen bei 1,9 Milliarden US-Dollar, was auf Filialschließungen und Effizienzmaßnahmen zurückzuführen ist. Zugleich wurde weiter in das zukunftsgerichtete Geschäft investiert.
Stärkere Bilanz und höhere Jahresprognose
Zur Stärkung der Bilanz hat Macy’s langfristige Schulden um 340 Millionen US-Dollar reduziert. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 829 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr hat der Konzern seine Prognose nach oben korrigiert: Sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn je Aktie sollen über den bisherigen Erwartungen liegen. Dabei rechnet das Management weiterhin mit einer zurückhaltenden Verbraucherstimmung und einem wettbewerbsintensiven Umfeld.
Dividende und Aktienrückkäufe gestärkt
Aktionäre profitieren von einer soliden Kapitalpolitik: Im zweiten Quartal wurden insgesamt 100 Millionen US-Dollar ausgeschüttet, davon 50 Millionen in Form von Dividenden und 50 Millionen für den Rückkauf von vier Millionen eigenen Aktien. Weitere Rückkäufe sind bereits geplant – aktuell stehen noch 1,2 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.



