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Mastercard startet erste agentische KI-Transaktion in Deutschland

Mastercard Agentic Commerce Zahlung
Foto: Mastercard / RETAIL-NEWS

Key takeaways

Mastercard hat erstmals in Deutschland eine vollständig authentifizierte KI-gestützte Zahlung durchgeführt. Gemeinsam mit Bankenpartnern demonstrierte das Unternehmen, wie zukünftig automatisierte Einkäufe über KI-Agenten ermöglichen werden können.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der US-Zahlungsanbieter Mastercard hat nach eigenen Angaben erstmals in Deutschland eine vollständig authentifizierte agentische Transaktion unter realen Bedingungen durchgeführt. Die Umsetzung gilt als wichtiger Schritt für den sogenannten Agentic Commerce – also KI-gestützte Kauf- und Zahlungsprozesse, bei denen digitale Assistenten eigenständig im Auftrag von Verbrauchern handeln.

Die Transaktion wurde über die Plattform Mastercard Agent Pay abgewickelt. Gemeinsam mit Partnern wie Deutsche Bank, DZ Bank und N26 demonstrierte Mastercard, wie KI-Agenten künftig Zahlungen sicher, transparent und nachvollziehbar ausführen können. Grundlage dafür sind klare Nutzerfreigaben, starke Authentifizierungsverfahren und verschlüsselte Zahlungsprozesse.

KI-Agent übernimmt Buchung und Bezahlung

Im konkreten Anwendungsfall unterstützte ein generativer KI-Agent des Entwicklungspartners PayOS einen Nutzer bei der Auswahl und Buchung eines Events über die Plattform Priceless.com von Mastercard. Der digitale Assistent schlug passende Veranstaltungen vor, koordinierte Termine und führte anschließend eigenständig die Buchung sowie die Zahlung aus.

Die eigentliche Zahlungsabwicklung erfolgte über die Infrastruktur von Mastercard. Zum Einsatz kamen sogenannte agentische Token, die Zahlungsdaten verschlüsseln und gleichzeitig eine eindeutige Verifizierung der Identität ermöglichen.

Zusätzliche Transaktionsdaten sollen Banken und Zahlungsdienstleistern künftig helfen, KI-initiierte Zahlungen klar von klassischen E-Commerce-Transaktionen zu unterscheiden.

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Mastercard setzt auf Sicherheit und Kontrolle

Nach Angaben des Unternehmens bleibt die Kontrolle über sämtliche Prozesse vollständig bei den Nutzern. Jede Zahlung erfordert eine ausdrückliche Zustimmung und wird über sogenannte Payment Passkeys authentifiziert.

Mastercard betont zudem die Bedeutung klarer Sicherheitsstandards für den neuen KI-gestützten Handel. Dazu gehören eindeutig identifizierbare KI-Agenten, dokumentierte Kundenmandate sowie eine lückenlose Nachvollziehbarkeit aller Transaktionen.

Mit diesen Mechanismen sollen regulatorische Anforderungen sowie Vertrauen in automatisierte Zahlungsprozesse von Beginn an sichergestellt werden.

Agentic Commerce gilt als neuer Vertriebskanal

Hintergrund der Entwicklung ist der zunehmende Einsatz generativer KI-Systeme und großer Sprachmodelle im digitalen Handel. Nach Einschätzung von Mastercard verändert sich dadurch die klassische Customer Journey grundlegend.

Statt Produkte manuell zu vergleichen und einzelne Schritte selbst auszuführen, könnten Verbraucher künftig häufiger KI-Agenten mit der Recherche, Auswahl und Durchführung von Käufen beauftragen. Agentic Commerce würde damit neben Online-Shops, Apps und stationärem Handel zu einem zusätzlichen Vertriebskanal werden.

Mastercard sieht sich dabei als Infrastrukturpartner für Banken, Händler und Verbraucher, um sichere KI-gestützte Zahlungen im Alltag nutzbar zu machen.

Banken sehen Meilenstein für digitalen Handel

Auch die beteiligten Finanzinstitute bewerten die erste agentische Transaktion als wichtigen Entwicklungsschritt. Deutsche Bank und DZ Bank verweisen insbesondere auf die Bedeutung sicherer und transparenter Zahlungsprozesse für die Akzeptanz neuer KI-Technologien.

Die Kooperation soll dazu beitragen, KI-basierte Handels- und Zahlungslösungen frühzeitig in bestehende Finanz- und Handelsstrukturen zu integrieren. Gleichzeitig sehen die Beteiligten darin eine Grundlage für neue digitale Geschäftsmodelle im europäischen Zahlungsverkehr.

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