Meta hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatzwachstum abgeschlossen. Wie der Konzern mitteilte, stiegen die Erlöse im vierten Quartal um 24 Prozent auf 59,89 Milliarden US-Dollar (rund 55,3 Mrd. Euro), während im Gesamtjahr ein Plus von 22 Prozent auf 200,97 Milliarden US-Dollar (etwa 185,6 Mrd. Euro) verbucht wurde. CEO Mark Zuckerberg sprach von einer „starken Geschäftsleistung“ und kündigte für 2026 den nächsten Schritt in Richtung personalisierte Superintelligenz an.
Hohe Investitionen lassen Kosten stark steigen
Die Kehrseite des Wachstums sind stark gestiegene Ausgaben: Im vierten Quartal legten die Kosten und Aufwendungen um 40 Prozent auf 35,15 Milliarden US-Dollar zu, im Gesamtjahr um 24 Prozent auf 117,69 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge fiel dadurch im vierten Quartal von 48 auf 41 Prozent.
Beim Nettogewinn zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Meta im letzten Quartal einen Anstieg um 9 Prozent auf 22,77 Milliarden US-Dollar verzeichnete, ging der Jahresüberschuss 2025 im Vergleich zu 2024 um 3 Prozent auf 60,46 Milliarden US-Dollar zurück. Dies ist insbesondere auf eine deutlich gestiegene Steuerlast zurückzuführen – der effektive Steuersatz lag bei 30 Prozent, gegenüber 12 Prozent im Vorjahr. Grund dafür war die Einführung des US-Gesetzes „One Big Beautiful Bill Act“, das zu einer steuerlichen Neubewertung führte.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Plattformen wachsen weiter – Ausblick auf 2026 positiv
Im operativen Geschäft konnte Meta die Nutzung seiner Dienste weiter steigern. Die Zahl täglich aktiver Nutzer über alle Plattformen hinweg stieg im Dezember 2025 um 7 Prozent auf 3,58 Milliarden. Auch die Werbeanzeigen entwickelten sich positiv: Die Zahl der ausgelieferten Ads stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent, die Preise legten im Schnitt um 9 Prozent zu.
Für 2026 gibt sich Meta zuversichtlich: Der Konzern erwartet im ersten Quartal Erlöse zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden US-Dollar. Die Ausgaben sollen im Gesamtjahr zwischen 162 und 169 Milliarden US-Dollar liegen, wobei vor allem Investitionen in Infrastruktur und KI-Forschung („Meta Superintelligence Labs“) das Budget prägen werden. Trotz dieser Belastungen rechnet das Unternehmen mit einem höheren operativen Gewinn als 2025.
Risiken durch Regulierung bleiben bestehen
Meta verweist zugleich auf rechtliche Unsicherheiten, insbesondere in der EU und den USA. In Europa steht das Unternehmen unter Beobachtung wegen personalisierter Werbung, in den USA könnten Verfahren zu jugendbezogenen Themen zu erheblichen finanziellen Belastungen führen.


