Meta und EssilorLuxottica erwägen Berichten nach eine deutliche Ausweitung ihrer Produktionskapazitäten für KI-fähige Ray-Ban-Smart-Brillen. Bis Ende 2026 soll laut Bloomberg die Jahresproduktion auf bis zu 20 Millionen Einheiten steigen – doppelt so viel wie das derzeitige Ziel von 10 Millionen. Sollte die Nachfrage weiter anziehen, sei auch ein Ausbau auf über 30 Millionen Stück im Gespräch. Eine endgültige Entscheidung steht offenbar jedoch noch aus.
Hohe Nachfrage zwingt Meta zum Umdenken
Der Hauptgrund für die Überlegungen ist die starke Konsumentennachfrage. Meta, das mit einem Milliardenbetrag in EssilorLuxottica investiert hat, musste kürzlich die internationale Expansion seiner „Ray-Ban Display“-Brillen zugunsten der US-Versorgung pausieren. Engpässe in der Lieferkette haben deutlich gemacht, dass die aktuelle Produktionskapazität nicht mit dem Interesse Schritt halten kann.
Die smarte Brille, Ergebnis der Partnerschaft mit EssilorLuxottica seit 2019, hat sich seit den ersten Modellen mit Fokus auf soziale Medien stark weiterentwickelt. Inzwischen verfügen die neuesten Geräte über integrierte KI-Funktionen und zielen auf eine breitere Nutzung jenseits technikaffiner Zielgruppen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Strategieanpassung bei Reality Labs
Parallel zu den Expansionsplänen streicht Meta in seiner Abteilung Reality Labs über 1.000 Stellen. Diese Sparte ist für AR/VR-Produkte sowie Wearables verantwortlich – einschließlich der Smart-Brillen. Die Entlassungen deuten auf eine strategische Neuausrichtung hin: Weniger Fokus auf langfristige Visionen, mehr Konzentration auf tragfähige Hardware mit kurzfristigem Umsatzpotenzial.
Das Vorhaben zur Produktionsausweitung unterstreicht, dass Meta und EssilorLuxottica das Marktpotenzial von KI-gestützten Brillen nicht länger nur als experimentelles Nischenprodukt sehen. Stattdessen positionieren sie sich, um bei wachsender Nachfrage schnell skalieren zu können – trotz interner Umstrukturierungen.


